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Festnahme nach Sprengstoffwarnung in München: Verdächtiger in Psychiatrie eingeliefert

Wegen einer Bedrohungslage kommt es zu einem Großeinsatz am Sozialbürgeramt in Milbertshofen. Über 80 Beamte im Einsatz. Ein Mann wurde festgenommen.
Hüseyin Ince,
Ralph Hub
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Andre Wagner
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Der Tatverdächtige liegt vor dem Sozialbürgerhaus am Boden. Im Vordergrund knien schwer bewaffnete Polizisten mit Maschinenpistolen und Schutzausrüstung. Polizeipräsidium München
Der Tatverdächtige liegt vor dem Sozialbürgerhaus am Boden. Im Vordergrund knien schwer bewaffnete Polizisten mit Maschinenpistolen und Schutzausrüstung. Polizeipräsidium München

Der 27-Jährige, der am Mittwoch im Sozialbürgerhaus in der Knorrstraße in Milbertshofen mit einer Sprengstoffexplosion gedroht hat, ist inzwischen in eine psychiatrische Klinik eingewiesen worden. Wie lange er dort bleibt, steht noch nicht fest, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Ein Alkoholtest bei dem Verdächtigen ergab 0,0 Promille. Der in München lebende Serbe ist aber bereits früher wegen psychischer Probleme aufgefallen. Eine formale Unterbringung in einer Klinik oder ein Haftbefehl für die Überstellung in die JVA Stadelheim, sind bisher nicht von der Staatsanwaltschaft beantragt worden.  

Der Einsatz am Mittwoch

Der Verdächtige soll im Sozialbürgerhaus mit dem Zünden von Sprengstoff gedroht haben, woraufhin ein Großeinsatz ausgelöst wurde. Schwer bewaffnete Polizisten forderten den 27-Jährigen auf, das Sozialbürgerhaus zu verlassen. Anschließend musste sich der Mann vor dem Gebäude flach auf den Boden legen. Später wurde er gefesselt und abgeführt.  Gegen ihn wird ermittelt wegen Bedrohung. 

Die Lage am Sozialbürgerhaus in Milbertshofen beruhigt sich. Die Polizei hat nur wenige Minuten, nachdem der Alarm ausgelöst wurde, einen Verdächtigen festgenommen. Nach Informationen der Polizei soll es sich dabei um einen Serben handeln, der in München lebt. Gerüchten zufolge sollten dem Mann wohl die Sozialleistungen gekürzt werden. Das hat möglicherweise bei ihm zu einer Kurzschlussreaktion geführt. 

So lief der Einsatz ab

80 Beamte waren im Einsatz. Der Tatverdächtige wurde von den Beamten vor dem Gebäude angetroffen und festgenommen. Er leistete keinen Widerstand. Die Mitarbeiter des Sozialbürgerhauses wurden anschließend polizeilich betreut. Bei dem Vorfall wurden keine Personen verletzt.  Die weiteren Ermittlungen werden vom Kommissariat 13 der Münchner Kriminalpolizei übernommen. Die Knorrstraße wurde für die Dauer des Einsatzes zwischen Frankfurter Ring und Max-Diamand-Straße gesperrt. Das Gebäude wurde von der Polizei durchsucht, wobei keine weiteren verdächtigen Gegenstände aufgefunden wurden. 

Dramatische Minuten im Foyer 

Wie die Polizei vor Ort mitteilte, habe sich der Mann in den Eingangsbereich des Sozialbürgerhauses begeben und dort damit gedroht, dass er Sprengstoff bei sich führe. Aufgrund dieser Aussage ist die Polizei mit über 20 Streifen im Einsatz. Auch Beamte des Unterstützungskommandos (USK) waren vor Ort, zudem wurde das SEK alarmiert und stand in Bereitschaft.

Der Tatverdächtige konnte von den Beamten gesichert werden und ließ sich von den Polizeikräften widerstandslos festnehmen. Ein verdächtiger Gegenstand wurde sichergestellt und untersucht, dabei wurde festgestellt, dass der Tatverdächtige keine Waffen und keinen Sprengstoff bei sich führte.

Tatverdächtiger drohte mit Sprengstoff im Rucksack

Aus Sicherheitsgründen wird das Gebäude des Sozialbürgerhauses von Polizeikräften abgesucht. Aus diesem Grund bestehen die umfangreichen Verkehrssperren in diesem Bereich weiterhin.

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Informationen über verletzte Personen liegen der Polizei nicht vor. Die kriminalpolizeilichen Maßnahmen laufen nun, um die Hintergründe des Vorfalls in Erfahrung zu bringen. Aktuell sei das Motiv des Mannes noch unklar.

Es bestehe keine Gefahr für die Bevölkerung, so die Polizei.

Wie der Vater eines Zeugen der AZ mitteilte, habe der Tatverdächtige das Sozialbürgerhaus betreten, seinen Rucksack in den Gang geworfen, mit der Drohung, dass dieser eine Bombe enthalte, und forderte dann die Mitarbeiter auf, die Polizei zu rufen.

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