Großeinsatz im Münchner Olympia-Einkaufszentrum – das war der Grund

Zwei Gruppen junger Leute geraten vor dem OEZ in der Hanauer Straße in München in Streit. Dabei soll einer von ihnen Pfefferspray oder Ähnliches versprüht haben. Mehr als 30 unbeteiligte Personen klagten anschließend über gesundheitliche Probleme. 
Ralph Hub |
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Großeinsatz für den Rettungsdienst, nachdem im OEZ Reizgas versprüht worden war. (Symbolbild)
Großeinsatz für den Rettungsdienst, nachdem im OEZ Reizgas versprüht worden war. (Symbolbild) © Jens Büttner

Zu einem Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst ist es am Freitagnachmittag im Bereich des Münchner Olympia-Einkaufszentrums im Stadtteil Moosach gekommen. Vorausgegangen war ein heftiger Streit zwischen zwei Gruppen von Jugendlichen, bei dem einer der Beteiligten nach Informationen der Polizei vermutlich Pfefferspray oder Tränengas versprüht haben soll.

Streit unter Jugendlichen eskaliert dramatisch

An dem Streit sollen bis zu zehn Jugendliche beteiligt gewesen sein. Die Teenager stritten sich zunächst vor dem Eingang zum Olympia-Einkaufszentrum (OEZ). Dann verlagerte sich der Konflikt offenbar weiter ins Innere des Einkaufszentrums an der Hanauer Straße. Worüber die Jugendlichen sich so heftig in die Haare gerieten, ist bisher nicht geklärt.

Zahlreiche unbeteiligte Passanten betroffen

Im OEZ herrschte am Freitagnachmittag reger Betrieb. Einige umstehende Zeugen klagten plötzlich über Husten und tränende Augen. Immer mehr Leute bekamen gesundheitliche Probleme wegen Atemproblemen und Reizungen der Augen.

Großeinsatz läuft an

Rettungsdienst und Feuerwehr wurden alarmiert. Ein Großeinsatz im OEZ lief an. Insgesamt mehr als 30 Personen klagten über unterschiedlich schwere gesundheitliche Beeinträchtigungen. Unter den Patienten befinden sich nach Angaben eines Polizeisprechers vom Sonntag sowohl Männer als auch Frauen. Betroffen sind junge Menschen, aber auch ältere Personen. Die meisten von ihnen wurden noch vor Ort am OEZ von Sanitätern ambulant versorgt. Vier der insgesamt über 30 Patienten hatten allerdings so massive gesundheitliche Beschwerden, dass sie vorsorglich in Kliniken zur weiteren Versorgung gebracht wurden. Nach einer ambulanten Behandlung konnten sie später wieder entlassen werden und nach Hause gehen.

Jugendlicher soll Reizgas versprüht haben

Die Polizei geht davon aus, dass einer der streitenden Jugendlichen im OEZ Reizstoff versprüht hat. Ob es sich dabei um Pfefferspray, ein Tierabwehrspray oder Tränengas handelte, ist bisher nicht bekannt, sagte ein Polizeisprecher. Die Untersuchungen laufen.

Polizei wertet Videos von Sicherheitskameras aus

Die an dem Streit beteiligten Teenager flüchteten, bevor Polizei und Rettungskräfte am OEZ eintrafen. Über die Identität der Jugendlichen liegen derzeit keine Informationen vor. Die Kripo hat die weiteren Ermittlungen zu dem Einsatz im OEZ übernommen. Die Aufnahmen der Überwachungskameras wurden sichergestellt. Die Videos werden ausgewertet. Dabei wird geprüft, ob die gesuchten Jugendlichen zu erkennen sind.

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