Große Umfrage: Polizei bittet Radler um Hilfe

Welche Kreuzungen sind gefährlich? Wo werden Radler leicht übersehen von Autofahrern?
| N. Job
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Empfehlungen
Die weißen "Ghost Bikes" erinnern stadtweit an Radler, die bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen sind.
dpa Die weißen "Ghost Bikes" erinnern stadtweit an Radler, die bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen sind.

München - In München Fahrrad zu fahren, ist bekanntermaßen nicht ungefährlich. Allein im vergangenen Jahr wurden 2396 Radler zum Teil schwer verletzt. Eine 30-jährige Pädagogin kam im September bei einem Unfall ums Leben.

Nicht immer sind andere schuld, wenn Radfahrer im Straßenverkehr verletzt werden. Doch die Statistiker bei der Polizei haben berechnet, dass in jedem siebten Fall mit verletzten Radfahrern Autofahrer oder Brummifahrer beim Abbiegen schuld waren. Sie hatten die Zweiradfahrer schlicht übersehen.

Kampagne: "Gscheid radln – aufeinander achten"

Wenn Laster involviert sind, spricht die Polizei dabei meist von sogenannten Toter-Winkel-Unfällen. In diesem Jahr möchte die Polizei anlässlich ihrer Kampagne "Gscheid radln – aufeinander achten" Münchens Radler miteinbeziehen, um Gefahrenstellen besser zu erkennen und darauf zu reagieren. Die Kampagne soll im April starten.

So können Sie mitmachen

"Wir bitten Sie, uns Kreuzungen oder Einmündungen mitzuteilen, an denen Sie oder andere bereits häufiger durch Abbiegevorgänge in Gefahr gebracht wurden", sagte Erster Polizeihauptkommissar Michael Reisch gestern vor Journalisten.

Bis 19. März können sich Radfahrer an der Online-Umfrage auf der Internetseite der bayerischen Polizei beteiligen. Wenn Sie mit Ihrem Smartphone den folgenden QR-Code scannen, kommen Sie ebenfalls zur Umfrage:

Die am häufigsten genannten Kreuzungen will die Polizei dann zu Beginn der neuen Radlsaison gezielt überwachen. "Bei baulichen Mängeln werden wir Verbesserungen bei den zuständigen Stellen anregen", so Michael Reich.

Lesen Sie auch: Tagelöhner in München: Alltag auf dem

Die junge Frau, die am 21. September 2016 ums Leben kam, wurde von einem Laster überfahren. Die 30-Jährige radelte vormittags auf dem Radweg an der Lassallestraße in Richtung Innenstadt. Neben ihr fuhr der Lkw in die gleiche Richtung. An der Triebstraße wollte der 45-jährige Brummifahrer nach rechts abbiegen. Er hatte Grün – wie die Radfahrerin – und bog ab. Die Frau neben sich hatte er nicht gesehen.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – mitdiskutieren Empfehlungen
0 Kommentare
Artikel kommentieren