"Größte Zoll-Aktion aller Zeiten" läuft mitten in München – was dahinter steckt
Mit einem Großaufgebot sind Einsatzkräfte am späten Dienstagnachmittag im Münchner Bahnhofsviertel angerückt. Nach Angaben des Zolls handelt es sich um die "größte Aktion dieser Art" in der Stadt.
Rund 100 Beamte des Zolls, unterstützt von etwa 400 Polizisten, begannen gegen Nachmittag damit, die Landwehrstraße zwischen Paul-Heyse-Straße und Sonnenstraße weiträumig abzusperren. Ein erheblicher Teil des Viertels wurde kontrolliert, es kam zu Verkehrsbehinderungen in der Innenstadt.
"Alles wird hier auf den Kopf gestellt"

Im Fokus der Maßnahmen stehen zahlreiche Betriebe entlang der Straße – darunter Gemüseläden, Barbershops und Gastronomiebetriebe. Ziel der Kontrollen sind laut Behörden insbesondere Verstöße gegen das Arbeits- und Aufenthaltsrecht, Schwarzarbeit sowie mögliche Drogendelikte.
"Gemüseläden, Barbershops, Lamm-Burger-Lokale: Alles wird hier auf den Kopf gestellt", berichtet ein AZ-Reporter von vor Ort. Für viele Beschäftigte dürfte der Arbeitstag dadurch deutlich länger dauern: Nach Angaben der Behörden könnte sich der Einsatz bis in den späten Abend hinziehen. Noch am frühen Abend wurde damit gerechnet, dass die Maßnahmen bis etwa 22 Uhr andauern.
Die Polizei rechnet aufgrund der Sperrungen weiterhin mit spürbaren Verkehrsbehinderungen rund um das Bahnhofsviertel.


