Grippe-Welle: Zwei Tote in München

Aufgrund eines veränderten Erregers ist die Grippewelle heuer stärker ausgefallen als in den Jahren zuvor. Auch die Landeshauptstadt ist vom Virus nicht verschont. In München hat es bereits zwei Todesfälle gegeben.
| avr/dpa
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Die Grippe-Welle macht auch vor Bayern nicht halt (Symbolbild).
dpa Die Grippe-Welle macht auch vor Bayern nicht halt (Symbolbild).

München - Die Grippe-Welle greift in Deutschland weiter um sich. So sind allein in Bayern bereits über 5000 gemeldete Fälle verzeichnet. "Die Notaufnahmen in Bayern sind alle komplett voll", sagte der Sprecher der Landeskrankenhausgesellschaft, Eduard Fuchshuber. "Die Grippe und die Wintergeschichten kommen zu der eh angespannten Situation in den Notaufnahmen nun noch hinzu. So extrem wie dieses Jahr hab ich es noch nicht miterlebt."

Lesen Sie auch: Grippewelle! Tückischer Virus legt Bayern flach

Zwölf Tote in Bayern, zwei in München

Das Landesgesundheitsamt spricht von bereits zwölf Toten im Freistaat. Zwei davon allein in der Landeshauptstadt München.

"Bei der Toten handelt es sich um eine hochbetagte Patientin mit Vorerkrankungen und Grippe", sagt Tanja Schmidhofer, Leiterin der Pressestelle des Klinikums rechts der Isar.

 

Auch beim LMU-Klinikum starb an Patient, der an Influenza erkrankt war. Ob der Tod des Patienten allein der Grippe zuzuschreiben ist, darauf möchte sich Philipp Kreßirer, Leiter der LMU-Pressestelle, nicht festlegen. Er sagt: "Bei Patienten mit schwächeren Immunsystem aufgrund des Alters oder einer chronischen Erkrankung kann eine Virusgrippe bisweilen zum Tod führen."

 

Warum heuer so viele krank sind

 

Im Vergleich zu den vorherigen Jahren ist die Grippe heuer viel härter ausgefallen. Grund für diesen starken Anstieg ist der Erreger von Typ H3N2. Rund drei Viertel aller Influenzafälle werden dem Virus zugeschrieben. Gegen ihn und den beiden anderen, selteneren Erregern H1N1 und B-Viren sollten Impfungen vorbeugen. Jedoch veränderte sich der H3N2-Virus soweit, dass die produzierten Vakzine keinen ausreichenden Schutz mehr bieten.

 

Tipps und Tricks, wie Sie sich vor einer Ansteckung schützen können, finden Sie hier

 

 

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