Gratis-Parken für alle im Glockenbachviertel

Seit Montag gilt das Parkraummanagement in vier neuen Lizenzgebieten - theoretisch. Praktisch gibt es eine Karenzzeit, weil sich beim KVR die Anträge für ein Wapperl stapeln.
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Parklizenzbereich Glockenbachviertel
Gregor Feindt Parklizenzbereich Glockenbachviertel

Seit Montag gilt das Parkraummanagement in vier neuen Lizenzgebieten - theoretisch. Praktisch gibt es eine Karenzzeit, weil sich beim KVR die Anträge für ein Wapperl stapeln.

MÜNCHEN Theoretisch gilt das Parkraummanagement seit gestern in vier neuen Lizenzgebieten: Dem Glockenbachviertel, am Alten Südfriedhof, beim Innenstadtklinikum und an der Giselastraße. Praktisch aber bleibt das Parken auch für Autofahrer ohne Wapperl in den nächsten Tagen noch kostenlos. „Wenn im Auto ein Zettel liegt, dass die Parklizenz beantragt ist, sehen wir von Verwarnungen ab“, hieß es beim Kreisverwaltungsreferat (KVR). Der Grund für die „Milde“: In der Behörde stapeln sich die Anträge der Anwohner – rund 2500 Stück sind immer noch nicht bearbeitet (AZ berichtete).

In einer Sonderschicht soll am Samstag der aufgelaufene Berg abgetragen werden. Wie kam es zu dem Rückstau? „Ohne Bürgerschelte betreiben zu wollen: Viele Leute haben ihre Anträge einfach zu kurzfristig gestellt“, sagt Christopher Habl vom KVR. Dabei habe die Behörde lange vor Beginn der Lizensierung Informationen in den neuen Gebieten verteilt. „Allein im Glockenbachviertel waren es 10000 Flyer!“

Stadtrat Richard Quaas (CSU) ärgert sich, dass „den Bürgern der Schwarze Peter zugeschoben werden soll“. Er beharrt: „Die Information war einfach grottenschlecht.“ Einige Haushalte seien gar nicht über den Start des Parkraummanagements informiert worden.

„Da läuft einiges gerade schief“, attestiert auch der Bezirksausschuss-Chef Alexander Miklosy (Rosa Liste) der Verwaltung. „Trotzdem bin ich glücklich, dass das Management eingeführt wurde. Es ist der richtige Weg, den Anwohnern das Leben zu erleichtern.“ Auch in Schwabing, das mittlerweile fast komplett zum Lizenzgebiet geworden ist, ist der Tenor positiv: „Die überwiegende Mehrheit der Leute ist sehr zufrieden“, weiß Dietrich Keitel vom Bezirksausschuss Schwabing-Freimann.

Inzwischen gibt es 27 Lizenzgebiete in der Stadt. Bis zum Jahr 2010 soll der gesamte Bereich innerhalb des Mittleren Rings in Parkzonen eingeteilt sein – 60 Areale sollen es schlussendlich sein.

Julia Lenders

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