Münchner Polizei fasst Goldschmuck-Räuber: Ihre Opfer waren immer Seniorinnen

Sie sollen Seniorinnen auf der Straße Halsketten und Armbänder vom Körper gerissen und gestohlen haben. Jetzt hat die Polizei zwei Tatverdächtige festgenommen.
von  Hüseyin Ince
Im Fall mehrerer Raubüberfälle konnte die Polizei zwei Tatverdächtige festnehmen. (Symbolbild)
Im Fall mehrerer Raubüberfälle konnte die Polizei zwei Tatverdächtige festnehmen. (Symbolbild) © Friso Gentsch/dpa

Seit Anfang April hatte die Polizei München eine Spur verfolgt. In Moosach, Ramersdorf, Perlach sowie in Hadern kam es mindestens drei Mal zu einem ähnlichen Raubzug. Seniorinnen wurden auf offener Straße bestohlen. Unbekannte Täter rissen ihren Opfern unvermittelt Wertsachen wie Goldschmuck vom Körper und verschwanden. Es ging stets um Halsketten und Armbänder.

Die Frauen wurden bei den Taten zum Teil leicht verletzt. Insgesamt wurde Goldschmuck im Wert Hunderten Euro geklaut. Die sofortigen Fahndungen blieben jedes Mal ergebnislos.

Die jungen Männer erspähten die Seniorinnen in U-Bahnen und Bussen

Durch Ermittlungen des Kommissariats 21, vor allem durch die detaillierte Auswertung von Kameraaufnahmen in öffentlichen Verkehrsmitteln, konnten die Beamten in den vergangenen Wochen zwei 26-jährige Tatverdächtige identifizieren. Einer von ihnen wohnt in München, der andere in Dachau. Sie konnten auf den Kameraaufnahmen sehen, wie die beiden Männer ihre späteren Opfer ausspähten. 

Am Dienstag (21. April), bewilligte das Amtsgericht München Durchsuchungsbeschlüsse in den Wohnungen der beiden Tatverdächtigen. Die Polizei fand bei ihnen Gegenstände, die mutmaßlich von mehreren Raubzügen stammen. Die Beamten beschlagnahmten die Wertsachen.

Beide Männer sind längst polizeibekannt

Die beiden Männer wurden vorläufig festgenommen. Ab Mittwoch saßen sie in Haft. Die zwei 26-Jährigen - nicht verwandt oder verschwägert - wurden inzwischen gegen Auflagen wieder freigelassen. Sie müssen sich unter anderem regelmäßig bei der nächsten Polizeidienststelle melden. 

Beide Männer sind der Polizei mehrfach bekannt. Sie begingen bereits häufiger ähnliche Straftaten. 

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