Gewerkschaft NGG: Gastgewerbe darf kein Corona-Hotspot werden

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) will wissen, womit Gastro-Mitarbeiter in Corona-Zeiten täglich kämpfen.
| Hüseyin Ince
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Im Sommer stundenlang mit Maske servieren: Da brauchen Kellner eine gute Ausdauer.
NGG Im Sommer stundenlang mit Maske servieren: Da brauchen Kellner eine gute Ausdauer.

München - Als die Pandemie ausgebrochen ist, hat die Gastronomie nur langsam die geforderte Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit bekommen. Und jetzt sind die einfachen Arbeitnehmer der Branche dran – so will es ihre Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) der Region München.

Die NGG will wissen, was die Herausforderungen mit Corona-Auflagen trotz der Lockerungen genau sind und haben dazu einen Fragebogen entworfen, den jeder Angestellte online ausfüllen kann. Denn bald starten die Tarif-Verhandlungen zwischen der NGG und dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga). Und da schadet es sicher nicht, gute Argumente zu haben.

Gesundheitsschutz und wirtschaften am Existenzminimum

Etwa 50.000 Arbeitnehmer der Branche sind in der Region München in Teilzeit oder Vollzeit in Bars, Hotels oder Cafés beschäftigt. Laut einer aktuellen Erhebung wirtschaften viele am Existenzminimum, trotz einer Tarifvereinbarung. Ein Spüler etwa bekommt monatlich etwa 1.700 Euro brutto – was in München kaum für die Miete reicht. Aber auch die reale Alltagspraxis mit Corona soll mithilfe des Fragebogens herausgefiltert werden, um den Gesundheitsschutz für Gäste und Arbeitnehmer zu optimieren.

"Das Gastgewerbe darf unter keinen Umständen zu einem Corona-Hotspot – wie im Tiroler Skiort Ischgl – werden", sagt der Geschäftsführer der NGG München, Tim Lünnemann. Maske, Abstände, Gästelisten: "Das ist eine große Mehrbelastung", sagt Lünnemann.

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