Getötete Obdachlose: Polizei nimmt zweiten Tatverdächtigen fest
Beim Brand eines selbstgebauten Obdachlosenlagers im Stadtteil Lerchenau am 3. November 2025 fanden Einsatzkräfte der Feuerwehr die Leiche einer 32-jährigen Polin. Die Obduktion des Leichnams ergab, dass die 32-Jährige durch Gewalteinwirkung ums Leben kam und nicht durch die Flammen, denen die provisorische Behausung zum Opfer fiel.
Anhand der Spurenlage, die sich am Tatort ergeben hatte, konnte die Polizei drei Tage später eine 28-jährige Schwedin als Tatverdächtige ermitteln. Die Frau teilte sich die Unterkunft mit der verstorbenen Polin. Wegen des Verdachts des Totschlags und der Brandstiftung erließ das Amtsgericht München einen Haftbefehl gegen die Schwedin. Am 6. November klickten bei der 28-Jährigen die Handschellen, seitdem sitzt sie in Untersuchungshaft. Zu den Vorwürfen hat sie, laut Polizei, bisher geschwiegen.
Drei Monate nach der Tat: Polizei nimmt zweiten Tatverdächtigen fest
Drei Monate nach der Tat führten die umfangreichen Ermittlungen der Polizei zu einem weiteren Tatverdächtigen. Dabei handelt es sich um einen 56-jährigen Schweden ohne festen Wohnsitz in Deutschland.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft München I erließ das Amtsgericht München am Mittwoch, 4. Februar 2026, einen Untersuchungshaftbefehl u. a. wegen Totschlags und Brandstiftung gegen den Schweden.

Einsatzkräfte der Polizei konnten den 56-Jährigen noch am Mittwochabend am Flughafen München ausfindig machen und den Haftbefehl vollziehen. Bei seiner Festnahme leistete der Tatverdächtige keinen Widerstand. Er sitzt nun in Untersuchungshaft und hat sich bisher ebenfalls noch nicht zur Tat geäußert.
Die polizeilichen Ermittlungen, insbesondere zum Tatablauf, dauern weiter an.
