Gesundheitsreferat rät in München zur FSME-Impfung

Das Gesundheitsreferat rät den Menschen in München und Umgebung, sich gegen die durch Zecken übertragbare FSME impfen zu lassen. 
| AZ/aw
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Artikel empfehlen
Zecken können die Erreger der Borreliose und der Hirnhautentzündung FSME übertragen.
Stephan Jansen/dpa Zecken können die Erreger der Borreliose und der Hirnhautentzündung FSME übertragen.

Das Referat für Gesundheit und Umwelt rät den Menschen in München und Umgebung, sich gegen die durch Zecken übertragbare Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) impfen zu lassen.

München - Sommerzeit ist Zeckenzeit und damit steigt auch die Gefahr einer Vireninfektion mit der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) durch einen Zeckenbiss.

Die Landkreise rund um München gelten bereits als Risikogebiete, nun wurden auch im Bereich des Perlacher Forsts FSME-infizierte Zecken gefunden.

Münchner Landkreise sind FSME-Risikogebiet

Aus diesem Grund rät das Referat für Gesundheit und Umwelt den Menschen in München und Umgebung, sich gegen rechtzeitig gegen FSME impfen zu lassen.

Da die Zeckenaktivität bei warmer Witterung am höchsten ist, tritt die Ansteckung von FSME am häufigsten ab Frühsommer bis Herbst auf. Übertragungen von Mensch zu Mensch sind nicht möglich.

Zecken können die Erreger der Borreliose und der Hirnhautentzündung FSME übertragen.
Zecken können die Erreger der Borreliose und der Hirnhautentzündung FSME übertragen. © Stephan Jansen/dpa

FSME Symptome: Darauf sollten Sie achten

Bei einer Infektion mit FSME kommt es bei zirka 30 Prozent der Fälle nach sieben bis maximal 28 Tagen zu grippeähnlichen Symptomen wie Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber und Unwohlsein.

Nach einer kurzen symptomfreien Phase von zirka einer Woche können neurologische Symptome einer Hirnhaut- beziehungsweise Hirnentzündung und/oder Rückenmarksentzündung auftreten.

Bei schweren Verlaufsformen bleiben über einen längeren Zeitraum neurologische Ausfälle bestehen wie Anfallsleiden, Lähmungen oder andauernde Kopfschmerzen. Bei zirka einem Prozent der Fälle führt die Erkrankung zum Tod.

Wann sollte man sich gegen FSME impfen lassen?

In der Regel bekommt man die FSME-Impfung beim Haus- bzw. Kinderarzt. Am besten beginnt man mit der Impfung bereits im Winter, da es in dieser Jahreszeit kaum Zeckenaktivität gibt und man somit für das folgende Frühjahr vorgesorgt hat. Grundsätzlich kann man eine FSME-Grundimmunisierung aber zu jedem beliebigen Zeitpunkt, also auch noch im Sommer, beginnen.

Für einen mehrjährigen FSME-Impfschutz sind drei Impfungen nötigt. Dabei erfolgen die ersten beiden in einem Abstand von einem bis drei Monaten, die dritte, je nach FSME-Impfstoff, nach fünf oder neun Monaten. Die erste Auffrischung ist nach drei Jahren notwendig. Danach reicht je nach Alter und Impfstoff ein Spritze alle drei bis fünf Jahre vonnöten.

Kinder können ab einem Jahr gegen FSME geimpft werden, die zeitlichen Abläufen sind dabei die selben wie bei Erwachsenen.

Impfberatungsstelle des Münchner Gesundheitsreferats

Das Gesundheitsreferat bietet in der Schwanthalerstraße 69 eine eigene Impfberatungsstelle an. Diese ist Montag bis Freitag jeweils von 11 bis 12 Uhr über das Service-Telefon unter 233-66907 erreichbar.

Lesen Sie hier: Zecken-Gefahr - So geht man gegen die Blutsauger vor

Lesen Sie hier: Zeckengefahr - Drei neue Risikogebiete in Bayern

  • Themen:
Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – hier diskutieren Artikel empfehlen
0 Kommentare
Artikel kommentieren