Gesuchte Schläger gehen in Polizeirevier

Drei Italiener verprügelten einen 25-Jährigen in der S-Bahn. Einen Tag später wollten zwei der Schläger auf der Polizeiwache Anzeige in einer anderen Sache erstatten. Ein Polizist erkannte sie.
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Ein Polizist erkannte die beiden Italiener von den Bildern einer Überwachungskamera.
Bundespolizei Ein Polizist erkannte die beiden Italiener von den Bildern einer Überwachungskamera.

Drei Italiener verprügelten einen 25-Jährigen in der S-Bahn und flüchteten. Einen Tag später wollten zwei der S-Bahnschläger auf der Polizeiwache Anzeige in einer anderen Sache erstatten. Ein Polizist erkannte die beiden.

München - Zwei von drei Tätern einer Gefährlichen Körperverletzung in der S-Bahn am 16. November konnte die Bundespolizei Dank Videoüberwachungsbildern und etwas Glück schnell ermitteln.

Ein 25-jähriger Serbe war um 00:38 Uhr am Münchner Hauptbahnhof in die S4 Richtung Ostbahnhof gestiegen. Kurz darauf bat ihn ein bisher unbekannter, vermutlich taubstummer Spendensammler nach Geld. Er wollte Geld geben, hatte jedoch nur einen 50-Euro-Schein. Er gab dem Spendensammler den Geldschein, den dieser bei anderen Reisenden wechseln lassen wollte. Als das in der nur sehr spärlich besetzten S-Bahn nicht gelang, ging der Spendensammler zu dem Serben zurück. Als am Marienplatz drei vermeintlich alkoholisierte, italienisch sprechende Männer einstiegen, versuchte der Spendensammler auch bei den dreien den 50 €-Schein zu wechseln. Die Männer nahmen ihm den Geldschein ab und erweckten den Eindruck, als würden sie ihn nicht mehr zurückgegeben. Daraufhin mischte sich nun der 25-jährige Serbe ein, der dabei seinen 50-Euro-Schein wieder an sich nahm.

Einer der Täter hatte den Serben daraufhin zunächst angepöbelt, dann tätlich angegriffen. Im weiteren Verlauf schlugen und traten alle drei mehrmals auf den Serben ein, den sie bis an das andere Ende durch die S-Bahn getrieben hatten. Dort verlor der 25-Jährige das Gleichgewicht, stürzte zu Boden und wurde am Boden liegend weiter geschlagen und getreten bis andere Mitreisende eingriffen und die drei Männer letztlich beim Halt am Rosenheimer Platz flüchteten.

Der Serbe erlitt zahlreiche Prellungen und Schürfwunden am Kopf und Körper; hatte jedoch Glück, dass er nicht schwerwiegender verletzt wurde. Die sofortige Fahndung am frühen Morgen des 16. Dezember verlief ergebnislos. Noch am selben Tag wurden erste Videosequenzen von der Bundespolizei ausgewertet.

Am 17. Dezember kamen zwei Italiener gegen 11:15 Uhr zur Wache der Bundespolizei am Hauptbahnhof und wollten Strafanzeige wegen einer Körperverletzung von Anfang Dezember stellen. Einer der beiden packte dabei zwei Zähne aus einem Papiertaschentuch, die ihm angeblich damals ausgeschlagen worden waren.

Zufälligerweise befand sich ein Ermittler der Bundespolizei der in die Videoauswertung eingebunden war in der Wache und erkannte beide Männer zweifelsfrei als die gesuchten Täter der Gefährlichen Körperverletzungen wieder. Noch während die Beamten für interne Fahndungen die Flyer mit den Bildern erstellten, konnten zwei schnell ermittelt werden. Mittlerweile wurden beide in Untersuchungshaft genommen.

Nach dem dritten Tatbeteiligten, von dem die Aggression zu Beginn ausgegangen war, wird noch gesucht. Er ist etwa 165 cm groß, 40-45 Jahre alt, hat schmale Körperstatur und trug eine dunkle Jacke, Jeans, eine hellgraue Strickmütze und weiße Sportschuhe.

Zudem sucht die Bundespolizei auch nach dem bislang unbekannten, vermutlich taubstummen Spendensammler. Er ist ein wichtiger Zeuge und wird wie folgt beschrieben: Ca. 170 cm groß, schmale Körperstatur, südländisches Aussehen, dunkle Hautfarbe mit leichter Akne. Bekleidet war er mit Jeans und gestreiften Pullover. In der Hand hielt er eine gelbe Mappe.

Wer Angaben zu einer der beiden gesuchten Personen oder deren Aufenthaltsort machen kann, wird gebeten sich unter der Rufnummer 089/5155500 an die Bundespolizei zu wenden.

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