Gesucht in München, entdeckt im Gefängnis: Polizei findet Juwelen-Räuber

Kurz vor Weihnachten, am 19. Dezember 2024, überfielen gegen 16.25 Uhr zwei bis dato unbekannte Täter ein Juweliergeschäft in der Kardinal-Faulhaber-Straße.
Mit einer Schusswaffe bedrohte das Duo in den Geschäftsräumen mehrere Personen (Kunden und Mitarbeiter), zertrümmerte mit einem Vorschlaghammer die Vitrinen und erbeutete Schmuck im hohen sechsstelligen Wert. Anschließend ergriffen die beiden Täter samt Beute die Flucht auf E-Scootern in Richtung Prannerstraße, wie Zeugen damals aussagten.
Raub wurde auch Thema bei "Aktenzeichen XY"
Trotz sofort eingeleiteter Fahndungsmaßnahmen, bei denen auch ein Hubschrauber eingesetzt wurde, konnten die Täter nicht gefasst werden.

Mit Fotos der beiden Täter aus den Überwachungskameras wurde eine Öffentlichkeitsfahndung gestartet, auch die TV-Sendung "Aktenzeichen XY" widmete sich dem Verbrechen in der Münchner Innenstadt.
Doch trotz Öffentlichkeitsfahndung und TV-Berichterstattung konnten die Täter nicht identifiziert werden – bis jetzt.
Wie die Polizei am Donnerstagnachmittag mitteilte, konnte mittlerweile einer der beiden mutmaßlichen Täter ermittelt werden. Dabei handelt es sich um einen 48-jährigen Serben ohne festen Wohnsitz in Deutschland.
Tatverdächtiger sitzt in Bulgarien im Gefängnis – Europäischer Haftbefehl erlassen
Ganz so einfach wird die Münchner Polizei den Tatverdächtigen jedoch nicht in die Finger bekommen. Der Mann sitzt seit September 2025 aufgrund eines anderen Delikts im bulgarischen Sofia im Gefängnis.
Das Amtsgericht München hat daher einen Europäischen Haftbefehl erlassen, um den Tatverdächtigen nach seiner Haftentlassung in Bulgarien umgehend nach Deutschland zu überführen.
Die Öffentlichkeitsfahndung nach dem 48-Jährigen wurde nun widerrufen, die Suche nach dem zweiten Tatverdächtigen geht indes weiter.