Kommentar

Nicht ein Graffiti oder Sticker: Panik um die "GenZ regelt"-Demo in München war umsonst

Eine friedliche "GenZ"-Demo und keinerlei Vandalismus in München: Jetzt ist eine gute Gelegenheit, sich zu überlegen, wem man zuhört – und wem nicht. Ein Kommentar von AZ-Redakteur Jan Krattiger.
von  Jan Krattiger
Demonstration der Gen Z in München: Zwei Demonstranten stehen erhöht vor einem Brunnen inmitten der Menschenmenge. Einer von ihnen hält ein Protestplakat mit der Aufschrift "Wie es ist bleibt es nicht Wir verändern Unterricht" in die Höhe.
Demonstration der Gen Z in München: Zwei Demonstranten stehen erhöht vor einem Brunnen inmitten der Menschenmenge. Einer von ihnen hält ein Protestplakat mit der Aufschrift "Wie es ist bleibt es nicht Wir verändern Unterricht" in die Höhe. © IMAGO/Michael Bihlmayer (www.imago-images.de)

Ein Spaziergang über die Maximilianstraße am regnerischen Sonntagmorgen zeigt: Frisch verbarrikadierte Luxusladen-Schaufenster. Nicht ein Graffiti, nicht einmal ein einziger Sticker, von anderen Spuren gar nicht zu reden. Die Demo selber blieb am Samstag friedlich, bis auf eine kleine, fast schon folkloristische Konfrontation am Ende durch wenige Teilnehmer, die man in der linksextremen Ecke verorten kann. In anderen Städten sah das anders aus.

Innenstadt am Sonntagmorgen: Die Barrikaden vor den Schaufenstern der Luxusläden sind komplett intakt, auch hier in der Theatinerstraße.
Innenstadt am Sonntagmorgen: Die Barrikaden vor den Schaufenstern der Luxusläden sind komplett intakt, auch hier in der Theatinerstraße. © Jan Krattiger

"GenZ regelt" in München friedlich

Hier haben vor allem die Organisatoren selber ihre Friedlichkeit immer wieder betont. Und die Münchner Polizei hat zwar gesagt, dass sei bei Bedarf einschreiten werde – klar, das ist ihre Aufgabe.

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Sie hat aber auch immer sehr klar betont, dass keine Ausschreitungen zu erwarten sind. Trotzdem ging offenbar die Angst um unter den Ladenbesitzern in der Stadt, auch kleine, inhabergeführte Läden etwas abseits der Luxusmeile haben am Freitagabend ängstlich ihre Läden verschlossen und gehofft, dass nichts passiert.

Offenbar haben die Schreihälse in den (Sozialen) Medien und am rechten Rand es geschafft, dass diese irrationale Panik so sehr um sich griff. Dieser Samstag (und der Sonntagmorgen) zeigen, dass es sich lohnt, besser zuzuhören: Den Schülern mit ihren Anliegen – und den Experten von der Polizei.

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