Gegen Wohnungsmangel: OB Krause stellt Forderung an Münchner Großkonzerne

Siemens & Co. haben es vor Jahrzehnten vorgemacht: Werkswohnungen gaben Mitarbeitern und ihren Familien Unterkunft im teuren München. OB Krause wünscht sich das auch heute – gerade von der IT-Branche.
AZ/dpa |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
2  Kommentare
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen  AZ als Quelle bevorzugen
Wenn es nach Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) geht, sollten sich große Konzerne in München am Wohnungsbau beteiligen. (Archivbild)
Wenn es nach Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) geht, sollten sich große Konzerne in München am Wohnungsbau beteiligen. (Archivbild) © Peter Kneffel/dpa

Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) fordert, dass sich internationale Großkonzerne im Münchner Wohnungsbau engagieren. "Internationalität ist eine Bereicherung für die Stadt. Und natürlich findet die stärkste wirtschaftliche Entwicklung momentan im IT-Bereich statt", sagte der Grünen-Politiker der "Augsburger Allgemeinen" (Donnerstagsausgabe). Sich in der Region ansiedelnde Unternehmen hätten eine Verantwortung, die viele etwa in der Stadtgestaltung auch annehmen würden. "Aber ich sehe sie auch in der Pflicht beim Werkswohnungsbau."

Google vergrößert Standort in München

In München fehlen aktuell mehrere Tausend Wohnungen, Wohnraum ist zum Teil extrem teuer. Kritiker sehen den Zuzug von immer mehr Top-Verdienern als Belastung für den ohnehin schon angespannten Immobilienmarkt. Zuletzt hatte etwa Google angekündigt, seine Präsenz in München auszubauen.

Bayerns Bauminister Christian Bernreiter (CSU) befürwortet Krauses Forderung. Die Schaffung von Wohnraum sei ein Zusammenspiel von privaten, staatlichen und kommunalen Maßnahmen, sagte der CSU-Politiker der Zeitung. "Wenn Unternehmen ebenfalls Wohnraum schaffen, um im Wettbewerb um die besten Fachkräfte ihre Attraktivität als Arbeitgeber zu steigern, ist das nur zu begrüßen."

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
 
  • Ostbayer vor 26 Minuten / Bewertung:

    Eigentlich eine begrüßenswerte Idee. Das Problem steckt mal wieder im Detail.
    Es müsste vom Bund eine klare Regelung geschaffen werden, damit solche Wohnungen nicht steuerlich als geldwerter Vorteil betrachtet werden.
    Auch muss dann klar geregelt werden, was passiert wenn die Mitarbeitenden später in Rente gehen. Können die Mitarbeitenden dann wohnen bleiben, oder würden sie dann auf dem Wohnmarkt drängen.

    Antworten lädt ... Kommentar melden
  • Monika1313 vor 31 Minuten / Bewertung:

    Ein Blick auf die Fehlbelegung könnte auch viel Wohnraum schaffen. Es kann nicht sein, dass geförderte Wohnungen bei Air B&B vermietet werden, während der ehemals bedürftige Mieter längst nicht mehr dort wohnt, sondern gewinnbringend untervermietet. Bestandsmieter sollten ihren Bedarf nachweisen.
    Wenn jetzt die Großkonzerne wieder herangezogen werden, dann sind die ganz schnell weg und produzieren im Ausland. Gewerbesteuer Adieu und ein paar Arbeitslose mehr.

    Antworten lädt ... Kommentar melden
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.