Gegen Lkw-Abbiegeunfälle: 100. Trixi-Spiegel in München montiert

Im Kampf gegen Abbiege-Unfälle mit Lastwagen ist der 100. Trixi-Spiegel in München angebracht worden - und zwar an der Kreuzung von Fürstenrieder Straße und Ammerseestraße.
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Trixi-Spiegel sollen den toten Winkel beim Abbiegen von großen Fahrzeugen reduzieren und damit die Sicht auf Fußgänger und Radfahrer verbessern.
Sven Hoppe/dpa Trixi-Spiegel sollen den toten Winkel beim Abbiegen von großen Fahrzeugen reduzieren und damit die Sicht auf Fußgänger und Radfahrer verbessern.

München - Grundlage für die einjährige, wissenschaftlich begleitete Erprobung der Trixi-Spiegel ist ein Stadtratsbeschluss vom Juni 2019, insgesamt 100 der Spiegel sollten in München installiert werden.

Mit den beiden jetzt an der Kreuzung von Fürstenrieder Straße und Ammerseestraße als zusätzliche Hilfe angebrachten Spiegeln ist diese Marke erreicht. Die Trixi-Spiegel wurden in Höhe und Ausrichtung für Lastwagen ab 7,5 Tonnen montiert, sie sollen den toten Winkel beim Anfahren und Abbiegen besser einsehbar machen.

Je nach Situation vor Ort sind an den 40 Standorten ein bis vier Trixi-Spiegel an Abbiegespuren und auf Verkehrsinseln angebracht. "Ein Blick in den Spiegel macht Radfahrer und Fußgänger im toten Winkel sichtbar und kann so helfen, schweren Unfällen vorzubeugen. Mindestens ebenso wichtig wie der Test von Verkehrsspiegeln ist die schnellstmögliche verpflichtende Einführung von Abbiegeassistenten bei Lkw. Dafür setzt sich die Stadt beim Bund mit Nachdruck ein", sagt Kreisverwaltungsreferent Dr. Thomas Böhle.

Trixi-Spiegel in München: Stadtrat entscheidet nach Test Anfang 2021

Das Kreisverwaltungsreferat hatte zusammen mit Polizei, Baureferat, Bezirksausschüssen und einem dafür beauftragten Gutachter, Unfallforscher Dr. Wolfram Hell vom Institut für Rechtsmedizin der Ludwig-Maximilians-Universität, eine Liste von Standorten in München erarbeitet.

Um saisonale und witterungsbedingte Einflüsse zu berücksichtigen, werden die Wirkung der Spiegel und die Erfahrungen von Verkehrsteilnehmern, Polizei und Baureferat über den gesamten Verlauf eines Jahres erhoben und gutachterlich ausgewertet. Die Ergebnisse und daraus resultierende Empfehlungen werden dem Stadtrat Anfang 2021 zur weiteren Beschlussfassung vorgelegt. Angepeilt sind insgesamt 1.100 dieser Spiegel.

"Tschüss, toter Winkel!": Portal sammelt für Trixi-Spiegel in München

Unter dem Motto "Tschüss, toter Winkel!" sammelt gut-fuer-muenchen.de, ein Portal für soziale und kulturelle Projekte in der bayerischen Landeshauptstadt, gemeinsam mit der Stadtsparkasse München und Radio Gong Spenden für insgesamt 3.000 Trixi-Spiegel an Münchner Kreuzungen.

Böhle: "Das Kreisverwaltungsreferat unterstützt die Aktion und schlägt überdies vor, zusätzlich auf Kosten der Stadt alle dann noch verbleibenden Ampelkreuzungen Münchens mit Trixi-Spiegeln auszustatten. Das geht allerdings erst nach dem laufenden Pilotversuch, also ab Beginn des Jahres 2021."

Lesen Sie hier: Interview - Wie lassen sich Unfall-Tragödien in München verhindern?

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