Gefährliche Hitze in München: Hund und Katze aus heißem Auto gerettet
Der in der Ebenböckstraße im Münchner Stadtteil Pasing geparkte schwarze Skoda hatte sich bis zum Donnerstagabend stark aufgeheizt. Im Inneren des kochend heißen Autos saßen zwei Haustiere fest: eine Katze und ein Hund. Passantinnen und Passanten verständigten den Notruf.
Keine Spur vom Besitzer
Der Hund war sichtlich gestresst von der Hitze, die Zunge hing ihm aus dem Maul und er hechelte. Die Katze wirkte auf die Zeugen völlig apathisch. Beiden Tieren ging es sichtlich schlecht. Wie lange sie in dem aufgeheizten Auto noch durchhalten würden, war unklar. Die Zeit drängte. Die Zeugen beobachteten die Situation nach Angaben eines Sprechers der Feuerwehr etwa zehn Minuten. Sie hofften, dass der Besitzer der Tiere in der Zeit vielleicht zu seinem Auto zurückkommt. Doch es passierte nichts. Nachdem sich niemand um die Tiere kümmerte, verständigten sie schließlich den Notruf.
Retter schlagen Scheibe ein
Als die Einsatzkräfte in der Ebenböckstraße kurz vor 20 Uhr eintrafen, hatte sich der Zustand der Tiere weiter verschlechtert. Die Katze hatte sich übergeben. "Um Hund sowie Katze so schnell wie möglich aus dem Fahrzeug zu befreien, schlugen die Einsatzkräfte eine Seitenscheibe ein und verschafften sich so Zugang zu den Tieren", so der Feuerwehrsprecher. Nachdem die Tiere befreit und von den Feuerwehrleuten versorgt worden waren, konnte der Besitzer ausfindig gemacht werden. Über den weiteren Gesundheitszustand der Tiere liegen der Feuerwehr München keine Informationen vor.
Warnung der Berufsfeuerwehr
Die Feuerwehr München weist darauf hin, dass sich Fahrzeuge bereits nach kurzer Zeit stark aufheizen. Selbst bei vermeintlich mäßigen Außentemperaturen können im Fahrzeuginneren innerhalb weniger Minuten lebensgefährliche Temperaturen entstehen. Dies gilt nicht nur für Kinder, sondern auch für Tiere. Deshalb dürfen sie niemals unbeaufsichtigt im Fahrzeug zurückgelassen werden.
Temperatur kann auf über 50 Grad in Autos steigen
Die Münchner Polizei rettete im vergangenen Juni ein kleines Malteser-Hündchen aus einem aufgeheizten Auto in Neuperlach, nachdem die Innentemperatur des in der Sonne geparkten Minis auf lebensgefährliche 59 Grad gestiegen war.
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