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Ganz kurz war Münchens Eisbachwelle wieder da – warum sie schon wieder weg ist

Über 170 Tage ist die Eisbachwelle am Haus der Kunst schon kaputt. Am Donnerstag aber ist die Welle plötzlich surfbar. Was dahinter steckt und wie es einen Tag später am Englischen Garten aussieht.
Irene Kleber |
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Die Welle steht! Aber für wie lange? Ein Surfer am Donnerstag (26.3.)  auf der Eisbachwelle.
Daniel von Loeper 3 Die Welle steht! Aber für wie lange? Ein Surfer am Donnerstag (26.3.) auf der Eisbachwelle.
Na sowas: Donnerstagfrüh ist am Eisbach plötzlich eine stehende Welle zu sehen.
privat 3 Na sowas: Donnerstagfrüh ist am Eisbach plötzlich eine stehende Welle zu sehen.
Das war's schon wieder mit der Eisbachwelle. Die Stadt hat die Einbauten wieder entfernen lassen. Das Surfen ist weiterhin verboten.
Peter Kneffel/dpa 3 Das war's schon wieder mit der Eisbachwelle. Die Stadt hat die Einbauten wieder entfernen lassen. Das Surfen ist weiterhin verboten.

Ein Video, das die Surf-Community "rapid society“ am zwei Grad kalten Donnerstagmorgen auf Instagram postete, hat Münchens Wellenreiterszene in helle Aufregung versetzt. Zu sehen: eine surfbare, grüne, stehende Welle am Eisbach. Und das nach über 170 Tagen, an denen der berühmte Flusssurfer-Hotspot am Haus der Kunst schon kaputt ist.

Dabei findet dort gerade gar keiner der offiziell genehmigten wissenschaftlichen Versuche statt, die das Ziel haben, die seit der Bachauskehr im Oktober ramponierte Eisbachwelle wiederherzustellen.

Na sowas: Donnerstagfrüh ist am Eisbach plötzlich eine stehende Welle zu sehen.
Na sowas: Donnerstagfrüh ist am Eisbach plötzlich eine stehende Welle zu sehen. © privat

Keine Holzrampe aufgehängt

Das Schönste an diesem Video: Nichts deutet zunächst darauf hin, dass jemand – mal wieder – illegal eine Holzrampe an Seile gehängt hat, um eine Welle künstlich herzustellen. Sogar die Profis der beiden Gruppen IGSM (Interessengemeinschaft Surfen in München) und Surf Club München rätseln am Mittag: Was ist da los? Hat sich die Welle über Nacht ganz von alleine natürlich regeneriert? Ihnen sei nichts bekannt über einen aktuellen ungenehmigten Einbauversuch, erklären beide.

Hat das Hochwasser Kies mitgebracht?

Dann beginnt verhalten hoffnungsfroher Jubel: "Es wäre absolut plausibel", sagt ein Surfer, "dass diese Welle sich gerade natürlich aufbaut." Möglich, dass sich am Bachboden Moos angelagert und dass das Hochwasser der letzten Tage reichlich Kies am Wellenboden angehäuft hat, über dem sich jetzt die Welle aufbaut." Wenn das so wäre, könnte die Stadt ab sofort das Surfen am Eisbach wieder erlauben", sagt er. Denn ohne einen künstlichen Einbau würde sich auch die Streitfrage nicht mehr stellen, wer künftig die Haftung fürs Surfen am Eisbach übernimmt. Am Nachmittag wagt sich mindestens ein Surfer sogar direkt zum Wellentest aufs Brett.

Wer nachgeholfen hat: unklar

Leider war die Hoffnung nur von kurzer Dauer. Denn wer den Untergrund des Eisbachs genau unter die Lupe nahm, konnte es sehen: "Leider doch keine natürliche Welle", erklärte schließlich ein Surfer der AZ, "es liegt ein Gitter im Wasser." Heißt: Es hat doch wieder heimlich jemand mit einer Art Einbau nachgeholfen. Wer? Unklar.

Dass die Stadt das Gitter lange im Eisbach liegen lässt, ist nicht zu erwarten. "Es handelt sich um einen nicht genehmigten Einbau, der aus Sicherheitsgründen dementsprechend wieder zu entfernen ist", teilte das Baureferat am Nachmittag auf AZ-Nachfrage mit. Surfen bleibt weiter verboten.

Stadt lässt Gitter schon wieder entfernen

Anzeige für den Anbieter Instagram über den Consent-Anbieter verweigert

Und viel Zeit ließ die Stadt dafür nicht verstreichen. Schon am Freitagvormittag waren Mitarbeiter des Baureferats damit beschäftigt, das Gitter wieder aus dem Eisbach zu entfernen, wie Bilder in den Sozialen Medien zeigen.

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  • Wickie712 vor einer Stunde / Bewertung:

    Was für eine Welle für einen Bach ohne Eis.

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  • Huldreich vor 8 Stunden / Bewertung:

    Als gäbe es nix Wichtigeres, als diese "Welle"🤮👺👎🏿

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  • Dschäiaar vor 3 Stunden / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Huldreich

    Einen Touristenhotspot haben ist doch gut.

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