Fundsachen im Münchner KVR unterm Hammer

Im KVR kamen am Donnerstag nicht abgeholte Fundsachen unter den Hammer.
| Bettina Funk
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Daniel Pauckner war erfolgreich.
Bettina Funk 2 Daniel Pauckner war erfolgreich.
Kevin Roos (l.) und Nikola Nincic.
Bettina Funk 2 Kevin Roos (l.) und Nikola Nincic.

München - Rund 40.000 Fundsachen werden über das Jahr hinweg in den Fundbüros der Stadt abgegeben: darunter Fahrräder, Smartphones, Uhren, unzählige Brillen, Musikinstrumente oder Bohrmaschinen. Und längst nicht alles wird vermisst und abgeholt.

Diese Gegenstände werden dann zweimal im Jahr meistbietend versteigert – so auch am Donnerstag im großen Saal des im Kreisverwaltungsreferat (KVR) in der Ruppertstraße. Wir haben mit vier erfolgreichen (und glücklichen) Bietern gesprochen.

"Habe zu schnell zugegriffen"

"Ich habe einen Karton voller Fremdwährung ersteigert", sagt Roman. Doch kurz darauf ist er sich unsicher, ob das ein Fehler war. "Ich habe da zu schnell zugegriffen", meint er. "Ich habe direkt beim Aufrufpreis von 90 Euro geboten, aber so viel ist das gar nicht wert, was hier drin ist. Ich habe bis jetzt viele bunte Scheine gefunden und das meiste ist wertlos. Darunter sind auch ein paar alte europäische Währungen wie italienische Lire und französische Franc", so der 45-jährige Pädagoge.

"Vielleicht komme ich auf 60 Euro, wenn ich das umtausche. Beim nächsten Mal denke ich besser nach, bevor ich ein Gebot abgebe. Aber es hat trotzdem Spaß gemacht. Ich habe auch noch Handys ersteigert, das waren Glücksgriffe."

"Ich habe ein Schnäppchen gemacht"

Daniel Pauckner war erfolgreich.
Daniel Pauckner war erfolgreich. © Bettina Funk

"Ich bin hier ohne ein bestimmtes Ziel hergekommen und wollte mir so eine Versteigerung einfach mal anschauen", erzählt Daniel Pauckner. Der 29-jährige Energietechniker hat einen Plastikbeutel voller Kopfhörer ersteigert. "Ich habe schon vorher gesehen, dass ganz hinten gut versteckt unter den anderen ein guter Kopfhörer in der Tüte ist. Der würde normal ungefähr 180 Euro kosten. Deshalb habe ich dann gezielt dafür geboten", sagt Pauckner.

"Ich habe jetzt 50 Euro bezahlt, hatte mir aber auch die Grenze gesetzt, dass ich nicht über 60 Euro gehe – ich habe dann auch nur dafür mitgeboten. Jetzt freue ich mich sehr darüber, dass das geklappt hat und ich ein Schnäppchen gemacht habe. Mal schauen, was ich mit den anderen mache, die auch noch in der Tüte sind. Vielleicht kann ich die noch für einen Zehner verkaufen."

"Wir haben zehn Handys gekauft"

Kevin Roos (l.) und Nikola Nincic.
Kevin Roos (l.) und Nikola Nincic. © Bettina Funk

"Ich habe sechs Smartphones ersteigert", sagt Kevin Roos, "und ich denke, dass ich die meisten davon weiterverkaufen werde. Vielleicht behalte ich aber auch eins oder schenke meinen Eltern welche", so der 19-Jährige. "Dafür habe ich 190 Euro bezahlt, aber ich denke, dass sich das lohnt. Ich war letztes Jahr schon mal hier, da habe ich aber nur zugeschaut und nicht mitgeboten", erzählt der Student.

Sein Freund Nikola Nincic hat vier Smartphones für 180 Euro ersteigert. "Wir haben schon geschaut, dass wir nur neuere Modelle ersteigern. Vor der Versteigerung haben wir uns informiert, welche wir gerne ersteigern würden. Und das Bieten macht auch einfach viel Spaß", meint der ebenfalls 19-jährige Student. "Wir werden die Handys jetzt mal ausprobieren und kommen dann in einer Stunde wieder, dann werden nochmal Handys versteigert", so Nincic.

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