Fünfjährige verdurstet: Mutmaßliche Islamistin vor Gericht

Mutmaßliches IS-Mitglied wegen Mordes und Kriegsverbrechen angeklagt: Seit Donnerstag wird die Nebenklägerin im Mordprozess - die Mutter des verdursteten Mädchens - angehört.
| B. Schultejans
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München - "Sie hat immer wieder auf meiner Tochter rumgehackt. Sie sagte: ‘Die ist wie ein Tier.’" So beschreibt Nora T. – die Frau, die die Bundesanwaltschaft für die Mutter des verdursteten jesidischen Mädchens hält – die Angeklagte Jennifer W. (28). Nora T. (47) ist Nebenklägerin im Mordprozess gegen die 28-Jährige, die sich im Irak dem "Islamischen Staat" (IS) angeschlossen haben soll.

München - Mordprozess gegen IS-Mitglied

Laut Anklage hielten Jennifer W. und ihr irakischer Ehemann Nora T. und deren kleine Tochter im Irak als Sklaven. Das fünfjährige Mädchen soll verdurstet sein, als es zur Strafe in praller Sonne – bei 45 Grad – angekettet wurde, weil es ins Bett gemacht hatte. Die 28-Jährige ist wegen Mordes und Kriegsverbrechen angeklagt.

Ranja hieß ihre Tochter, sagt die Nebenklägerin. Den Namen gab ihr der IS, der die Familie zudem zwang, zum Islam zu konvertieren. Alles, was die Frau vor Gericht sagt, wird mühsam aus dem kurdisch-irakischen Dialekt Kurmandschi übersetzt. Es gibt immer wieder Verständigungsprobleme.

Amal Clooney, Ehefrau von George Clooney, ist eine der Anwältinnen von Nora T., erschien aber bislang noch nicht vor dem Oberlandesgericht.

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