Frisch aufgehängt: Erstes Radl-Überholverbotsschild in München

Weil Autofahrer sich auf der Regerbrücke nicht an den Mindestabstand halten, reagiert die Stadt mit einem neuen Schild. Das hängt nun zum ersten Mal in München.
Jan Krattiger
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Mobilitätsreferent Georg Dunkel (li.) mit dem neuen Überholverbotsschild für einspurige Fahrzeuge.
Mobilitätsreferent Georg Dunkel (li.) mit dem neuen Überholverbotsschild für einspurige Fahrzeuge. © LHM/MOR

Es ist eng auf der Regerbrücke in Obergiesing. Zu eng, vor allem zum Überholen von Radfahrern. Denn dabei müssten Autos einen Mindestabstand von 1,50 Metern einhalten, was dort nach den aktuellen Gegebenheiten nicht möglich ist.

Eigentlich müssten bereits die durchgezogene Mittellinie, eine Sperrfläche und Tempo 30 dafür sorgen, dass Autofahrer sich daran halten und die Radfahrer nicht überholen. Das hat aber offenbar bisher nicht gut geklappt – laut Mobilitätsreferat kam es dort "immer wieder zu illegalen Überholmanövern, bei denen entweder Radfahrende widerrechtlich unter Nutzung der Gegenfahrbahn oder unangenehm nah überholt wurden".

Zu eng: Hier dürfen Autofahrer Radler nicht überholen

Darum verdeutlicht das Mobilitätsreferat dieses Überholverbot mit einem neuen Schild, das nun erstmals in München hängt. Es heißt ganz offiziell "Überholverbot für einspurige Fahrzeuge", also für Fahrräder und Mofas/Motorräder. 

"Irrtum ausgeschlossen, hier dürfen insbesondere Radfahrer*innen nicht überholt werden", heißt es in der Mitteilung der Stadt weiter. 

Er freue sich, in München erstmals dieses Verkehrszeichen angeordnet zu haben, sagt der Mobilitätsreferent Georg Dunkel (parteilos): "Es wird an dieser Stelle zu mehr Sicherheit für die Radler*innen beitragen."

Auch andere Möglichkeiten hat die Stadt offenbar geprüft: Die Gehwege sind zu schmal, um sie für den Radverkehr freizugeben und für einen Radstreifen auf der Straße ist wegen der schmalen Fahrbahn und der Tramgleise in der Mitte nicht genug Platz. 

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310 Kommentare
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  • Perlacher am 03.04.2026 12:54 Uhr / Bewertung:

    Wie kann man nur so intelligenzbefreit sein, wie der Herr Dunkel!

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  • wore am 03.04.2026 16:16 Uhr / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Perlacher

    Ich bin dort heute mal geradelt und Kfz-Fahrer hinter mir haben sich vorbildlich an die Regel gehalten. Erfreut hat mich dasselbe Schild in Gegenrichtung.

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  • Gelegenheitsleserin am 03.04.2026 22:47 Uhr / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Perlacher

    @Perlacher
    "Wie kann man nur so intelligenzbefreit sein, wie der Herr Dunkel!"

    Das kann man doch nicht dem Herrn Dunkel vorwerfen, dass es so viele Autofahrer*innen gibt, die nicht von selber merken, dass man an der Stelle gar nicht sicher und StVO-konform überholen kann.
    Ist doch schön, dass es für die jetzt ein Schild gibt, das Ihnen das sagt ...

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