Friedhofsgebühren in München: Steigen sie doch?

Die Bayernpartei ist sicher, dass die Münchner bald mehr bezahlen müssen: "Der aktuelle Beschluss des Stadtrats ist eine klare Mogelpackung."
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Auf dem Ostfriedhof: Was zahlen die Familien hier künftig?
Andreas Gebert/dpa Auf dem Ostfriedhof: Was zahlen die Familien hier künftig?

Die Bayernpartei ist sicher, dass die Münchner bald mehr bezahlen müssen: "Der aktuelle Beschluss des Stadtrats ist eine klare Mogelpackung."

München - Die Gesundheitsreferentin ist stolz: Trotz der schwierigen Einnahmeentwicklung könnten die Friedhofsgebühren bis mindestens 2021 stabil bleiben, meldete Stephanie Jacobs (parteilos) dieser Tage.

So kostet etwa ein normales Erdgrab (zwei Särge und acht Urnen) 69 Euro pro Jahr in der ersten und 35 Euro in der zweiten Reihe, für ein Urnengrab in der zweiten Reihe (bis zu acht Urnen) 25 Euro. Das einzige Problem: Im Stadtrat glaubt nicht jeder, dass Stephanie Jacobs das Versprechen mit den stabilen Preisen halten kann.

Bayernpartei zweifelt

Von "schwarz-roten Wahlkampfgeschenken" ist in einer Mitteilung der Bayernpartei vom Mittwoch die Rede, davon, dass sich die schwarz-rote Stadtratsmehrheit mit einem Hinausschieben von Gebührenerhöhungen "offenbar über die Kommunalwahl retten" wolle. "Bereits absehbar und rechnerisch unzweifelhaft ist, dass aufgrund des Strukturwandels im Friedhofs- und Bestattungswesen die Gebühren deutlich angehoben werden müssen", heißt es in der Mitteilung. "Die Anzahl an Sargbestattungen nimmt immer weiter ab, und die Grabnutzungsrechte werden für immer kürzere Zeiträume in Anspruch genommen werden."

Für die kommenden Jahre sei bei den Städtischen Friedhöfen jeweils ein Defizit von etwa drei Millionen Euro zu erwarten, schreibt die Bayernpartei. "Der aktuelle Beschluss des Stadtrats ist eine klare Mogelpackung der Stadtratsmehrheit im Wahlkampfmodus", sagte Bayernpartei-Stadträtin Eva Caim. "Bis zur Kommunalwahl 2020 werden die Gebühren konstant gehalten, danach werden sie ohne Zögern steigen!"

Lesen Sie hier: AZ-Interview mit Bestatter - Trend geht zu kleinen, persönlichen Trauerfeiern

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