Freiwilligen-Messe im Gasteig: Ehrenamtlich für die Nachbarn und die Stadt

Helfen, aber wie? Die Freiwilligen-Messe im Gasteig zeigt Wege zum Ehrenamt und lässt Engagierte zu Wort kommen.
| Annika Schall
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Informieren und engagieren auf der Freiwilligen-Messe.
AZ-Archiv Informieren und engagieren auf der Freiwilligen-Messe.

München - Eigentlich sind die Zahlen recht beeindruckend: 600.000 Menschen in München über 14 Jahren engagieren sich ehrenamtlich - knapp die Hälfte der Stadtbevölkerung. "Das heißt, selbst vorsichtig geschätzt, kommen wir auf 48 Millionen Stunden freiwillige Arbeit, die in München jedes Jahr gespendet werden", rechnet Gerlinde Wouters vor.

Für die Leiterin der Einrichtung "Förderung Bürgerschaftlichen Engagements" (FöBE) erfreulich. Aber Wouters weiß auch: "Jeder zweite, der sich noch nicht engagiert, wäre dazu bereit. Viele wollen helfen, wissen aber nicht genau wo."

Um potenziellen Unterstützern den Weg zum Ehrenamt zu erleichtern , organisiert FöBE alljährlich die Freiwilligen-Messe im Gasteig. Kommenden Sonntag ist es wieder so weit.

Vom Hospizbegleiter bis zum Sprachpaten

Von 10 bis 17 Uhr stellen sich 80 Organisationen vor und erklären, wie man sich bei ihnen ehrenamtlich engagieren kann.

Mit dabei sind unter anderem Einrichtungen aus den Bereichen Jugend und Kinder, Kultur, Senioren und Migration. Die Bandbreite an angebotenen Ehrenämtern reicht vom Telefonseelsorger über Hospizbegleiter bis hin zum Sprachpaten. Vor Ort berichten dabei auch bereits aktive Ehrenamtler von ihren Erfahrungen.

Bei den Münchnern scheint das Konzept der Messe, die es bereits seit über zehn Jahren gibt, anzukommen. Knapp 6000 Menschen kamen in den vergangenen Jahren, um sich hier zu informieren.

Die diesjährige Messe steht unter dem Motto "Engagement im Stadtteil. Miteinander. Füreinander". Wouters erklärt: "Wir wollen zeigen: Jeder kann ein Ehrenamt auch im eigenen Stadtviertel finden."

Organisationen richten sich nach Bedürftnissen

Denn auch wenn die Bereitschaft, sich zu engagieren, in den vergangenen Jahren stetig gestiegen ist, werden die Stunden, die die Freiwilligen in ihre Tätigkeit investieren weniger. "Viele brauchen heute flexiblere Möglichkeiten als früher", weiß Wouters.

Die Organisationen haben darauf reagiert. Viele geben ihren Ehrenamtlern die Möglichkeit, sich so einzubringen, wie es am besten in ihren Tagesablauf passt. Die Freiwilligenagentur Tatendrang, die auch mit FöBE zusammenarbeitet, geht sogar noch einen Schritt weiter.

Über Whatsapp können sich Freiwillige bei Tatendrangs eigenem Dienst "What's to do" anmelden. Zwei- bis viermal im Monat erhalten sie dann Informationen über Aktionen, für die kurzfristig Ehrenamtliche gesucht werden. Dass das gut funktioniert, kann Wouters bezeugen. Für die Freiwilligen Messe suchte FöBE über den Dienst Helfer - und bekam innerhalb kürzester Zeit ausreichend Rückmeldungen.

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