Freiham: Ein Supermarkt im Container

Die Freihamer sollen Lebensmittel vor Ort kaufen können. Zunächst in einem provisorischen Markt.
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In Freiham wird neu gebaut - nur einen Supermarkt gibt es so wirklich noch nicht.
iko In Freiham wird neu gebaut - nur einen Supermarkt gibt es so wirklich noch nicht.

Freiham - Viel Kritik müssen die Planer von Neubauvierteln in München ja oft aushalten. Zu einfallslos die Architektur, zu wenig Ausgehmöglichkeiten, kein städtisches Leben. Aber immerhin eines ist am Ende immer dabei: ein Supermarkt. Dachte man zumindest bisher.

Nur in Freiham ist das nicht so klar. Die Stadt wollte, natürlich, auch hier eine Einkaufsmöglichkeit für Lebensmittel schaffen, damit die Bewohner nicht fahren müssen, um ihre Alltagserledigungen zu machen. Doch der Investor für ein Stadtteilzentrum mit Markt sprang ab. Der Bau verzögerte sich, neue Ausschreibungen sind nötig. Im Rathaus rechnet man inzwischen mit einer Verspätung um zwei Jahre.

Der Container-Laden soll 2018 eröffnen

Viel zu lang, findet der Stadtrat. Und hat nicht nur die Neuausschreibung für das Stadtteilzentrum (in dem etwa auch ein Kino, andere Geschäfte und Wohnungen untergebracht werden könnten) beschlossen. Sondern geht auch auf die Suche nach einem Investor für einen "Interimssupermarkt" also einem Container-Laden, der laut CSU schon im Frühjahr 2018 eröffnen könnte.

"Die parallele Fertigstellung von Wohnungen und Infrastruktur ist die Grundlage jeglicher Freiham-Planungen", sagt CSU-Stadtrat Hans Podiuk. "Wir wollen einen Pendel-Einkaufsverkehr nach Germering oder Pasing weitestgehend vermeiden. Die Menschen vor Ort brauchen die Nahversorgung."

Grüne wollen ein "Bonusgeschoss"

Der örtliche CSU-Stadtrat Johann Sauerer erklärte, die Supermarkt-Planung sei noch nicht genug. "Nur in Kombination mit dem – ebenfalls von uns beantragten – zügigen Abriss und Neubau des Geschäftszentrums in der Wiesentfelser Straße kann die Versorgung annähernd garantiert werden."

Debatten um fehlende Läden in Neubauvierteln gibt es im Rathaus immer wieder. Wie berichtet, hatten die Stadtrats-Grünen erst kürzlich vorgeschlagen, Investoren ein zusätzliches "Bonusgeschoss" zu genehmigen, wenn sie im Erdgeschoss Läden unterbringen.

Viele öffentliche Räume seien zu "steril und leblos", fanden die Ökos. "Diese Misere entsteht, weil es keine gewerbliche, künstlerische oder gemeinschaftliche Nutzung in den Erdgeschossen gibt."   

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