Frau (57) wird zweimal von demselben Täter ausgeraubt

Gleich zweimal wird eine 57-Jährige aus Kirchseeon von dem selben Tätern bestohlen.
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Noch heute beschäftigt Irmgard A., was ihr vor fünf Jahren widerfahren ist. Nur nach viel guten Zureden des Richters lässt sich die 57-Jährige überhaupt überreden, gegen die drei Männer auszusagen, die erst ihre Wohnung ausräumten und sie dann, fünf Monate später, auch noch überfielen. "Es ist einfach immer noch unbegreiflich", sagt sie.

Der Fall, der derzeit im Strafjustizentrum verhandelt wird, begann mit einer Zeitungsannonce. Darin suchte Irmgard A. Unterstützung bei der Pflege ihrer Mutter in Kirchseeon. Auf die Anzeige meldete sich Aleksandra D., man wird sich rasch einig. "Sie war immer sehr freundlich und ist gut mit meiner Mutter umgegangen", erinnert sich A.

Wie die Geschichte dann genau weiterging, ist derzeit noch unklar. Fest steht jedoch: Der Ehemann von Aleksandra D., Dejan D., bekam wohl Wind von Irmgard A‘s Vermögen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, im März gemeinsam mit seinem Schwager in die Wohnung der 57-Jährigen eingebrochen zu haben.

Während A. beim Zahnarzt und Einkaufen war, stahlen die beiden Männer wertvollen Schmuck. Rund 30.000 Euro war die Beute wohl wert, schätzt A. "Als ich nach Hause kam, waren alle Schränke offen und Dinge lagen auf dem Boden. Ich war so geschockt, ich konnte drei Tage lang nichts in der Wohnung anfassen", sagt sie.

Irmgard A. bricht sich zwei Rippen

Doch der Schrecken hatte für die 57-Jährige damit noch kein Ende. Denn Dejan D. wollte mehr: Im August macht er sich, diesmal mit einem Bekannten, erneut auf zu Irmgard A. Doch dieses mal bleibt es nicht bei einem Einbruch.

Die beiden Männern tarnten sich als Paketboten. Als Irmgard A. ihnen die Tür öffnete, hielt ihr einer der beiden den Mund zu und schubste sie ins Wohnzimmer. "Ich habe mich gewehrt, so gut ich konnte und auch geschrien" erinnert sich A. Vermutlich auch deshalb eskaliert die Situation rasch. Irmgard A. wurde zu Boden gestoßen, dabei brach sie sich mehrere Rippen. Anschließend sperrten die beiden Männer sie im Wohnzimmer ein, während sie die Wohnung erneut nach Wertgegenständen durchsuchten.

Irmgard A. rappelte sich auf und eilte auf den Balkon. Hier wurden ihre Hilfeschreie schließlich von einer Nachbarin gehört. Die rief die Polizei, konnte die beiden Männer aber nicht mehr von der Flucht abhalten: Als sie den Männern an der Tür begegnete, wurde auch sie von ihnen geschlagen. Die Männer machten sich mit ihrer Beute, zwei Geldbeuteln mit insgesamt rund 100 Euro davon.

Vor Gericht verantworten sich nun allerdings nur zwei der insgesamt drei Angeklagten. D’s Komplize bei dem Überfall hatte sich nach Serbien abgesetzt und ist derzeit nicht auffindbar. Die beiden verbleibenden Männer machten gestern keine Angaben zu den Vorwürfen. Der Prozess dauert an.

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