Münchens neue Szene-Fläche: "Flux“ zieht Besucher an

Nur einen Steinwurf von der beliebten Pinakothekenwiese gibt es das quietschbunte Flux – das jetzt sogar noch erweitert wird. Entsteht da ein neuer Sommer-Hotspot?
Jan Krattiger |
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Stets beliebter Treffpunkt: Die Wiese vor der Alten Pinakothek an der Gabelsbergerstraße.  Fotos (2): Jan Krattiger
Stets beliebter Treffpunkt: Die Wiese vor der Alten Pinakothek an der Gabelsbergerstraße. Fotos (2): Jan Krattiger

Es tut sich gerade einiges am südlichen Rand des Univiertels: Die Pinakothekenwiese ist quasi schon ein Klassiker unter den Treffpunkten und erfreut sich größter Beliebtheit, sobald die ersten richtigen Sonnenstrahlen den Frühlingsbeginn einläuten. Da wird sich wieder getummelt auf Klappliegestühlen, es wird fleißig gesportelt oder einfach nur geratscht.

Minna Thiel vor der HFF: Bunter Treffpunkt seit zehn Jahren

Das geht seit mittlerweile zehn Jahren auch direkt auf der anderen Seite der Gabelsberger Straße, wo die Kulturtruppe vom Bahnwärter Thiel einen Ableger, die „Minna Thiel“, vor den Türen der Hochschule für Fernsehen und Film aufgebaut hat.

Seit bald zehn Jahren steht der ausrangierte Schienenbus der Minna Thiel auf der Wiese vor der HFF.
Seit bald zehn Jahren steht der ausrangierte Schienenbus der Minna Thiel auf der Wiese vor der HFF. © Jan Krattiger

Seither gibt es von der bunt mit Graffiti besprühten Containerbar am Bernd-Eichinger-Platz Getränke und Snacks, im ausrangierten Schienenbus gibt es Konzerte und DJs, die auflegen und bei schlechtem Wetter kann man es sich auch unter dem Zirkuszelt gemütlich machen. Konflikte mit der Nachbarschaft, von denen noch zu Anfangszeiten ab und zu zu hören war, scheinen sich beruhigt zu haben. Auch ein veganer Foodtruck gehört mittlerweile zum Angebot dazu.

Neuer bunter Treffpunkt: Das „Flux“ vor der Pinakothek der Moderne, wo man auch einfach Verweilen darf.
Neuer bunter Treffpunkt: Das „Flux“ vor der Pinakothek der Moderne, wo man auch einfach Verweilen darf.

Neuer Dritter Ort in der Maxvorstadt: Das "Flux" vor der Pinakothek der Moderne

Ganz neu dazugekommen ist in östlicher Richtung, einmal über die Barer Straße drüber, das „Flux“. Das ist ein quietschbunter, riesiger Holzaufbau auf dem ehemaligen Schotterplatz vor der Pinakothek der Moderne, der zuvor vorallem als Parkplatz diente.

Im Juni des vergangenen Jahres ist hier die Zwischennutzung „Flux“ gestartet, jetzt macht sie sich gerade bereit für die zweite und damit erste volle Saison, wo das gute Wetter für Publikum sorgt.

Dafür hat das Team der Stiftung Pinakothek der Moderne, die dafür verantwortlich ist, auch noch einmal neue Ideen verwirklicht.

Ab 1. Mai wird nämlich das sogenannte „Baumhaus“ im Wintergarten der Pinakothek das Innere mit dem Äußeren verbinden. Beim AZ-Besuch Anfang April wird noch fleißig gehämmert und gemalt. Wenn es dann fertig ist, steht im Inneren der Pinakothek eine einstöckige Aufenthaltsfläche (inklusive Hebebühne zwecks Inklusion), die das „Flux“ noch einmal erweitert und so noch mehr Möglichkeiten bietet, um sich zu treffen.

Das "Flux" vor der Pinakothek der Moderne: Geplant für fünf Jahre, mit möglicher Verlängerung um weitere fünf Jahre.
Das "Flux" vor der Pinakothek der Moderne: Geplant für fünf Jahre, mit möglicher Verlängerung um weitere fünf Jahre. © Jan Krattiger

Ganz wichtig beim „Flux“: Es gibt zwar ein gastronomisches Angebot, nämlich einen Foodtruck, eine Bar und seit Neustem auch das „Shin Shin“, wo es japanische Ramen gibt. Aber es gibt auf dem ganzen „Flux"-Gelände keine Konsumpflicht, man kann sich einfach ein Plätzchen suchen und verweilen, auch selbst Mitgebrachtes ist absolut erwünscht.

Kostenloses Kulturprogramm

Neben dem Gastro-Angebot gibt es auch ein komplett kostenloses kulturelles Programm. Bisher etabliert haben sich das „Community Yoga“ am Mittwochabend, die „Silent Disco“ wo alle mit Kopfhörern zu Musik tanzen, und meist am Wochenende auch Kunstworkshops für Klein und Groß.

Dazu kommt noch eine offene Bühne, bei der man sich mit seiner Musik, Tanz, Theater, Poesie oder anderen kreativen Projekten anmelden kann.

Natürlich muss man auch ein paar Worte über die extravagante Architektur verlieren: Gestaltet hat das „Flux“ die Künstlerin Morag Myerscough, die bekannt ist für immersive Installationen mit leuchtenden Farben und interessanten geometrischen Formen. Die Gestaltung hat sie gemeinsam mit Menschen vor Ort entwickelt. Das „Flux“ ist für fünf Jahre angelegt, mit einer Option auf Verlängerung um weitere fünf.


Programm und Infos: flux-munich.com

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