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Flughafen München: Rund 1600 Menschen demonstrierten gegen Abschiebeterminal

Unter dem Motto "Bundesweit gegen Abschiebewahn" ist am Wochenende an mehreren deutschen Flughäfen demonstriert worden. Am Münchner Flughafen beteiligten sich nach Polizeiangaben bis zu 1600 Menschen an der Demo.
von  Ralph Hub, dpa
Rund 1600 Menschen demonstrieren am Münchner Flughafen.
Rund 1600 Menschen demonstrieren am Münchner Flughafen. © Felix Hörhager/dpa

Bis zu 1600 Menschen haben nahe des Münchner Flughafens in Oberding im Landkreis Erding und später auch im Airport selbst gegen Abschiebungen, etwa von Asylbewerbern, demonstriert. Am Flughafen München soll ein eigenes Abschiebeterminal gebaut werden, um den Abschiebeprozess zu beschleunigen und zu erleichtern. Der Protest am Münchner Flughafen war Teil einer bundesweiten Aktion.

1600 Menschen demonstrieren am Flughafen München

Nach Angaben des zuständigen Polizeipräsidiums Bayern Nord in Ingolstadt verlief der Protest im Münchner Airport friedlich und störungsfrei. "Bis zu 1600 Menschen haben sich in der Spitze an der Aktion beteiligt", sagte Polizeisprecherin Michaela Grob am Sonntag. Anfangs waren es nur rund 700 Personen, doch als sich die Demo in Bewegung setzte, schlossen sich immer mehr Demonstranten an. Die Teilnehmer zogen auch durch eines der Terminals des Flughafens. Der Protest im Terminal und auch davor im Außenbereich hatte laut Polizei keinerlei Auswirkung auf den Flugbetrieb im Erdinger Moos. 

Aufgerufen zu den Protesten nahe München hatte die Kampagne "Abschiebeterminal MUC verhindern!". Die Kampagne kritisiert, dass die Flughafen München GmbH mit dem Ausbau Infrastruktur für die Ausweitung von Abschiebungen bereitstelle und wirtschaftlich davon profitiere. "Mit dem Abschiebeterminal stellt die FMG die logistische Infrastruktur für Massenabschiebungen bereit", sagte eine Sprecherin der Kampagne. 

"Ernst gemeinte Bleiberechtsregelungen schaffen"

"Was gestern noch als extrem galt, wird heute als 'sinnvolles Infrastrukturprojekt' verkauft." Das sei ein deutliches Warnsignal der Normalisierung rechter Forderungen. "Wer die Zahl von ausreisepflichtigen Menschen verringern will, muss ernst gemeinte Bleiberechtsregelungen schaffen", so die Sprecherin. 

Der Aktionstag unter dem Motto "Bundesweit gegen Abschiebewahn" richtet sich gegen Abschiebungen abgelehnter Asylbewerber, Abschiebehaft und den Ausbau von Infrastrukturen für diesen Zweck. Neben München waren Proteste an den Flughäfen Frankfurt, Köln, Leipzig, Düsseldorf, Hannover und Berlin geplant.

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