Flughafen München: Mann reißt Seite aus Reisepass - Anzeige von der Polizei

Weil seine Freundin und Eltern nicht erfahren sollten, dass er in Peru war, hat ein 25-Jähriger die entsprechende Seite aus seinem Reisepass gerissen. Dass er sich damit strafbar machen kann, war dem Niedersachsen allerdings nicht bewusst.
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Um Beweismittel zu vernichten, riss der Mann einfach eine Seite aus seinem Reisepass. (Symbolbild)
Matthias Balk/dpa Um Beweismittel zu vernichten, riss der Mann einfach eine Seite aus seinem Reisepass. (Symbolbild)

München - Weit, weit weg – weg von der Familie, Freunden und Bekannten. Das dachte sich wohl ein 25-jähriger Mann aus Münster, als er Anfang des Jahres nach Peru geflogen ist. Jedoch hat er wohl nicht damit gerechnet, dass er nach seinem Besuch in Südamerika in einem kosovarischen Gefängnis landen und in München eine Anzeige der Bundespolizei erhalten würde.

Peru, Pristina, München: Was war passiert?

Wegen seiner Reisepläne hatte der junge Mann Ärger mit seiner Freundin – sie wollte nämlich nicht, dass er alleine nach Peru fliegt. Auch seine Eltern schlugen sich auf die Seite der Freundin. Trotz aller Schwierigkeiten hatte sich der 25-Jährige dann laut eigener Aussage trotzdem auf den Weg nach Südamerika gemacht - ohne das Wissen seiner Liebsten.

Bei seiner Ankunft am Flughafen in Pristina am vergangenen Freitag wurde der 25-Jährige wegen ungültiger Reisedokumente aus dem Verkehr gezogen. Die Beamten im Kosovo steckten den Mann sogar für einen Tag ins Gefängnis, ehe sie in wieder zurück nach Deutschland schickten. Einen Tag später fiel den Bundespolizisten bei der Kontrolle am Münchner Flughafen dann auf, dass der Personalausweis des Niedersachsen abgelaufen war und zudem eine Seite in seinem Reisepass fehlte. Also musste der Rückkehrer auch in München einen Zwangsstopp bei der Grenzpolizei einlegen.

Auf der Wache gab der Mann dann sofort zu, dass er selbst die Seite mit den Stempeln aus Peru aus seinem Pass gerissen hatte. Allerdings wollte er damit nicht die Polizei oder den Staat täuschen, sondern vielmehr seine Freundin und Eltern. Durch das Herausreißen der Seite wollte er die Beweise für seine Peru-Reise vernichten. Dass er sich mit der Aktion strafbar machen könnte, war ihm dabei nicht bewusst.

Trotzdem wurde der Münsteraner von der Polizei wegen des Veränderns von amtlichen Ausweisen angezeigt.

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