Flughafen München: Leisere Flieger, neue Technik - Plan für weniger Fluglärm

Die Regierung von Oberbayern legt einen Lärmaktionsplan vor – der nicht viel bringt, meint Johannes Becher von den Grünen.
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Um den Fluglärm einzudämmen hat die Regierung von Oberbayern diverse Maßnahmen geplant.
Um den Fluglärm einzudämmen hat die Regierung von Oberbayern diverse Maßnahmen geplant. © Boris Roessler/dpa/Symbolbild

Erding - Etwa 13.700 Menschen leben in Hörweite des Flughafens im Münchner Norden. Sie sind Tag für Tag und auch nachts von Fluglärm betroffen. Gestern hat die Regierung von Oberbayern einen Lärmaktionsplan veröffentlicht, zu dem sie nach einer EU-Richtlinie verpflichtet ist. Mit dem Plan werden bestehende Emissionen dokumentiert, zudem soll er als Grundlage dienen für mehr Lärmschutz.

Laute Flugzeuge werden durch leisere ersetzt

Zu den lärmreduzierenden Maßnahmen gehören zum Beispiel unterschiedliche Start- und Landeentgelte. Airlines, die lautere Flieger einsetzen oder nachts in die Luft schicken, müssen mehr zahlen. Laut Regierung von Oberbayern seien die Fluggesellschaften seit einigen Jahren dabei, lautere Flugzeuge durch leisere zu ersetzen. Der Anteil des eher geräuscharmen Langstreckenflugzeuges A350 sei deutlich gesteigert worden; der Anteil des lauteren Langstreckenflugzeugs A340 gesunken.

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Bei einem Teil der Flugzeugflotte seien auch "Wirbelgeneratoren" eingebaut worden, die verhindern, dass bestimmte Töne entstehen. Ein Ziel zur Verringerung des Lärms ist die Anbindung ans Schienennetz. Damit sollen Autoverkehr und die Zahl von Zubringerflügen abnehmen.

Für den Landtagsabgeordneten Johannes Becher (Grüne) geht das alles nicht weit genug: "Vieles wird schon seit Jahren gemacht. Eine signifikante Verbesserung wird es nicht geben", sagte er der AZ. "Wenn dem Freistaat wirklich etwas an der Gesundheit der Bürger läge, müsste er mehr tun."

Das Land ist mit 51 Prozent Mehrheitsgesellschafter des Flughafens, 23 Prozent hält die Stadt München. 2019 wurden am Flughafen München rund 47,9 Millionen Passagiere abgefertigt sowie insgesamt etwa 417.000 Starts und Landungen abgewickelt. In der Pandemie ist die Zahl der Flugbewegungen um 64,8 Prozent eingebrochen.

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