Fixerstuben für München: Stadt prüft legale Drogenräume

Fixerstuben für München: Das Gesundheitsreferat greift einen Vorschlag der Rathaus-CSU auf und entwickelt ein Konzept. Man hofft in drei Jahren ein Modellprojekt zu haben. 
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Spartanisch: Ein Drogenkonsumraum in Hamburg. Im Vordergrund saubere Utensilien.
dpa Spartanisch: Ein Drogenkonsumraum in Hamburg. Im Vordergrund saubere Utensilien.

Fixerstuben für München: Das Gesundheitsreferat greift einen Vorschlag der Rathaus-CSU auf und entwickelt ein Konzept. Man hofft, in drei Jahren ein Modellprojekt zu haben. 

München - In anderen Großstädten hat man gute Erfahrungen gemacht mit Drogenkonsumräumen. Dort können Abhängige unter medizinischer Aufsicht und hygienisch guten Bedingungen Drogen konsumieren. In München gibt es solche Angebote nicht.

Doch der CSU-Gesundheitsexperte Hans Theiss ist vor einigen Monaten in der AZ vorgeprescht und hat einen Modellversuch für München gefordert, seine Fraktion im Rathaus beantragte das offiziell. Und nun wird tatsächlich ganz offiziell ein Konzept entwickelt.

Stadt erarbeitet offizielles Konzept für Drogenkonsumräume

Gesundheitsreferentin Stephanie Jacobs (parteilos) bringt den Vorschlag in den Stadtrat. Dort dürfte eine Mehrheit sicher sein – und dann kann sie offiziell ein Konzept entwickeln. Aus Sicht des Referats werde so "ein dringendes Versorgungsproblem aufgegriffen und eine zukunftsweisende Perspektive für die Versorgung schwerkranker Menschen aufgezeigt".

Naheliegenderweise würde das Angebot im Bahnhofsviertel entstehen. Hier trifft sich nach wie vor die Drogenszene. Und hier beschweren sich besonders viele Anwohner über Spritzen in Einfahrten und Abhängige in Höfen oder Treppenhäusern.

Der Freistaat Bayern muss zustimmen.

Initiator Hans Theiss, der selbst Arzt ist, zeigte sich am Dienstag begeistert von der Unterstützung aus der Stadtverwaltung. "Ich hoffe, dass wir das drei Jahre in einem Modellprojekt ausprobieren können", sagte er. Naheliegend sei eine Zusammenarbeit mit den Innenstadt-Kliniken.

Bleibt nur ein – großer – Haken. Der Freistaat müsste zustimmen. Markus Söder zumindest gilt als Gegner solcher Drogenräume. Doch nach der Wahl des neuen Landtags am 14. Oktober kann vieles schnell ganz anders aussehen.

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