Fischbrunnen am Marienplatz sprudelt wieder – und die Stadt spart Trinkwasser
Er gilt als einer der bekanntesten Treffpunkte Münchens und ist nach Wochen des Stillstands jetzt auch wieder in Betrieb – der Fischbrunnen am Marienplatz. Nachdem das Baureferat eine spezielle Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik (MSR) integriert hat, drehte die Stadt das Wasser jetzt wieder auf.
Verkürzte Laufzeiten für den Fischbrunnen
"Der Fischbrunnen sprudelt ab sofort mit einer verkürzten Laufzeit von zwölf Stunden täglich im Zeitraum von 8 Uhr bis 20 Uhr", sagte Baureferentin Jeanne-Marie Ehbauer: "Die Nachrüstung mit MSR-Technik ist gerade bei älteren und größeren Brunnenanlagen alles andere als trivial."
Die Technik sei allerdings "ein effizientes Mittel", um den Wasserverbrauch unmittelbar, ökologisch und ökonomisch wirksam zu senken. Das gelte insbesondere für ältere Zierbrunnen, in denen keine Steuerungstechnik verbaut sei.
Deutliche Einsparungen beim Wasserverbrauch
Um den Frischwasserverbrauch zu senken, hatte das Baureferat bereits am 1. Juli damit begonnen, den Wasserverbrauch der Brunnenanlagen kurzfristig um über 40 Prozent zu reduzieren. Dafür wurden zehn der 200 Zierbrunnen abgeschaltet, die aufgrund technischer oder örtlicher Gegebenheiten besonders viel Wasser verbrauchen.

Bei 56 Brunnen, in denen bereits Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik verbaut ist, wurde die Betriebszeit von 14 auf jetzt zehn Stunden täglich reduziert. Lag die alte Laufzeit zwischen 8 Uhr und 22 Uhr, gilt sie jetzt von 10 Uhr bis 20 Uhr.
Brunnenbetrieb in den heißesten Stunden gesichert
So stellte das Baureferat sicher, dass der Großteil der Brunnen während der heißesten Tageszeiten weiterhin in Betrieb ist und gleichzeitig der Wasserverbrauch entscheidend gesenkt werden konnte.
"Es freut mich, dass wir den Fischbrunnen als ersten von insgesamt 30 Brunnen binnen weniger Wochen technisch nachrüsten konnten", sagte Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne). "Der Einbau von Zeitschaltuhren ist ein guter Kompromiss, der beides ermöglicht: sprudelnde Brunnen und einen reduzierten Verbrauch von Trinkwasser."
Stadtrat investiert in moderne Brunnensteuerung
Der Münchner Stadtrat hatte das Baureferat einstimmig beauftragt, mindestens 30 Brunnen mit hohem Wasserverbrauch in den kommenden drei Jahren mit der Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik nachzurüsten. Zu diesem Zweck stellte das Gremium insgesamt 900.000 Euro zur Verfügung. Der Fischbrunnen war in den vergangenen Wochen außer Betrieb und mit einer Holzverkleidung geschützt.

