Feueralarm in Münchner Kloster: Sternsinger lösen Einsatz aus

Weltlicher Beistand ist bei den Franziskaner-Mönchen in München angerückt. Der Feueralarm war losgegangen. Aber nicht weil das Essen in der Küche angebrannt war, nein, Sternsinger waren die Auslöser, wenn auch nicht absichtlich. 
Ralph Hub
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Sternsinger trotzen Wind und Wetter. (Archivbild)
Sternsinger trotzen Wind und Wetter. (Archivbild) © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Eigentlich haben die Sternsinger, die als „Heilige Drei Könige“ verkleidet von Haus zu Haus ziehen, nur Gutes im Sinn. Sie wollen den Segen Gottes bringen und Spenden für Kinder in Not sammeln. Im Franziskaner-Kloster in München klappte das nicht ganz so reibungslos.

Feueralarm vor der Mittagspause

Kurz vor dem Mittagessen ging am Dreikönigstag in dem Kloster in der St-Anna-Straße der Alarm los. Die Feuerwehr rückte mit einem Löschzug an. Die Tageszeit ließ zunächst darauf schließen, dass in der Küche der Franziskaner-Brüder das Essen angebrannt war. Doch daran lag es nicht, wie die Floriansjünger (in diesem Fall darf man sie auch tatsächlich so bezeichnen) herausfanden.

Die himmlische Eingebung

Der Zugführer wurde vor Ort bereits von einem der Geistlichen erwartet. Schon beim Betreten des Klosters erhielten die Einsatzkräfte eine erste, nennen wir es "Eingebung", dass hier eine alte Tradition ursächlich
sein könnte - denn zu eindeutig, so ein Feuerwehrsprecher, lag der Geruch von Weihrauch in der Luft.

Der Koch ist unschuldig

Nachdem die Helfer den betroffenen Bereich kontrolliert hatten, und keine Gefahr zu erkennen war, stand fest: Der Rauchmelder muss wegen etwas anderem angeschlagen haben. Die Klosterbrüder bestätigten, dass es kurze Zeit vorher hoher Besuch da war: Die Sternsinger, die in diesen Tagen häufig unterwegs sind, hatten das Kloster kurz besucht und mit Weihrauch gesegnet. Daher auch der Geruch im Kloster, der die Brandmeldeanlage so sehr verwirrt hatte.

Himmlischer Segen für den ganzen Löschzug

Glücklicherweise waren die drei Weisen noch nicht in das Morgenland zurückgekehrt, sehr zur Freude der Feuerwehrleute. Der Löschzug nutzte die Gelegenheit, auch ein wenig göttlichen Beistand für das kommende Jahr zu erbitten. Mit einigen Versen und etwas Weihrauch wünschten die vier Sternsinger den Einsatzkräften auch für das Jahr 2026 eine glückliche Hand, immer ein gesundes Heimkommen von den Einsätzen und - wenn nötig - ein wenig Hilfe von höherer Stelle. Sicherheitshalber hielt man die kleine Zeremonie diesmal allerdings im Freien ab. Man kann ja nie wissen, wie die Brandmeldeanlage so reagiert.

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