Festnahme in München: Wunderheilerin verspricht Kontakt zu Verstorbenen – gegen Bezahlung

Eine Wunderheilerin bringt eine 29-Jährige in München um einen fünfstelligen Betrag. Sie verspricht über Jahre, in Kontakt zu verstorbenen Angehörigen zu treten – bis die Frau Anzeige erstattet.
Guido Verstegen
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Die 32-jährige Österreicherin sitzt ein, es gibt bereits mehrere weitere Verdachtsfälle in München. (Symbolbild)
Die 32-jährige Österreicherin sitzt ein, es gibt bereits mehrere weitere Verdachtsfälle in München. (Symbolbild) © Sven Hoppe/dpa

Es gibt bereits mehrere weitere Verdachtsfälle in München: Die Polizei hat eine vermeintliche Wunderheilerin festgenommen, die eine 29-jährige Frau um einen Betrag "im fünfstelligen Bereich" betrogen haben soll, wie eine Sprecherin der Polizei am Montag bestätigte.

Die beiden Fauen treffen sich über Jahre hinweg, stets fließt Geld

Demnach sprach die 32-jährige Österreicherin die körperlich und geistig eingeschränkte Münchnerin bereits im Frühjahr 2021 in der Innenstadt auf ihre "besondere Aura" an und behauptete, mit deren verstorbenen Großeltern in Kontakt treten zu können.

"Da geht es für gewöhnlich um blockierte Chakren, die in einer Art Beschwörung gelockert werden sollen", so die Sprecherin. Die beiden Frauen trafen sich immer wieder, stets floss dabei Geld.

So schaltete sich "Kommissar Zufall" in die Ermittlungen ein

Der Schwindel flog erst im Mai dieses Jahres auf, nachdem die Betreuerin des Opfers auf den Vermögensschaden aufmerksam geworden war.

Die Geschädigte erstattete bei der Polizeiinspektion Giesing Anzeige gegen die unbekannte Täterin, und am vergangenen Donnerstag schaltete sich dann "Kommissar Zufall" in die Ermittlungen ein. Nach einem Termin im Polizeipräsidium erkannte ein Beamter des Kommissariats 54 die gesuchte Frau auf der Straße, und die Wienerin wurde auf der Stelle festgenommen.  

Nach Beendigung der Sachbearbeitung vor Ort überführte man die Frau in die Justizvollzuganstalt Stadelheim, und seit der erfolgten Entscheidung des Haftrichters sitzt sie ein. Das auf Betrugsdelikte fokussierte Kommissariat 61 ermittelt in dem Fall weiter. 

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