Festival mit Kiss, Metallica und Muse: Das wird laut - und teuer!

München hat wieder ein Rockfestival im Großformat: Im Mai 2015 findet erstmals das „Rockavaria“ im Olympiapark statt – mit dabei sind auch Kiss, Metallica und Muse.
| Linda Jessen
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Rockavaria im Olympiapark München: Metallica, Muse und Kiss kommen. Außerdem: Incubus, Faith no more, Juds Priest, Five Finger Death Punch, Limp Bizkit, Accept, Antiflag, Testament und Turbonegro.
dpa Rockavaria im Olympiapark München: Metallica, Muse und Kiss kommen. Außerdem: Incubus, Faith no more, Juds Priest, Five Finger Death Punch, Limp Bizkit, Accept, Antiflag, Testament und Turbonegro.

München - Das „Rock im Park“-Festival bekommt ausgerechnet an seiner alten Austragungsstätte Konkurrenz. Von 29. bis 31. Mai 2015 wird das „Rockavaria“ im Münchner Norden über die Bühne(n) gehen.

Auch wenn der Name eher ein Stadlfest im Dachauer Hinterland vermuten lässt – die Headliner können sich sehen lassen: Die Rock-Urgroßväter von Kiss um den legendären Bass- und Zungen-Akrobaten Gene Simmons werden im Olympiastadion ihre Show abliefern. Dazu tritt auch die Band Muse als Headliner auf. Und mit Festival-Dauerbrenner Metallica um James Hetfield und Lars Ulrich kommt eine ganz ordentliche Dreifachspitze zusammen. Im weiteren Line-Up stehen unter Anderem Limp Bizkit, Incubus, Faith No More, Judas Priest und Anti-Flag.

Line-Up vom Rockavaria: Metallica, Kiss und Muse in München dabei!

„Wie die Bavaria wird dieses Festival aus Metall gegossen sein“, behauptet DEAG-Geschäftsführer Christian Diekmann, bei der Pressekonferenz, die gestern – wie könnte es anders sein – im Rockmuseum im Olympiaturm stattfand. Die DEAG Entertainmant GmbH ist Veranstalter des Rockavaria und bereits München-erfahren. Sie ist unter Anderem für die Festivals am Königsplatz verantwortlich – wie im Juni für Ozzy Osbourne und Black Sabbath. Diekmann attestiert dem Münchner Publikum aus seiner Erfahrung eine ausgeprägte Liebe zu rockiger Musik. Dies sei mit ein Grund für München als Standort gewesen.

Auf drei Bühnen werden Bands auftreten. Die „Main Stage“ wird das Olympia-Stadion, das etwa 68 000 Rock-Fans und Metalheads Platz bietet. Etwa 12 000 Besucher können vor der „Second Stage“ in der Olympiahalle abrocken. Die kleine „Talent Stage“ im Theatron reicht für etwa 2000 Besucher.

Im Olympiastadion teilen sich die Gäste dann im Übrigen in zwei Gruppen auf – wer nicht in Moshpit, einer Wall of Death oder anderen rituellen Tänzen der Rock- und Metalszene landen möchte, kann sich beim Kauf für eine Sitzplatzkarte entscheiden.

An den zwei kleineren Bühnen kann es zeitweise allerdings eng werden. Wenn das Maximum erreicht ist, gibt es keine Gnade – dann heißt es Einlass-Stop. Wer seine Lieblingbands nicht verpassen will, sollte sich daher besser einen Zeitplan aufstellen.

Zudem ist das Vergnügen nicht gerade billig. Es werden ausschließlich Drei-Tages-Tickets für 169 Euro verkauft – das ist der Frühbucher-Tarif, der ab heute, 10 Uhr gilt.

Damit liegt das Festival in München zwar halbwegs im gleichen Bereich wie die Konkurrenz in Nürnberg (160-170 Euro). Doch beim Rock im Park sind Camping- und Parkgebühren inklusive.

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1995 und 1996 war das Campen auch im Olympiapark noch erlaubt und Auslöser stadtpolitischer Debatten. Beim Rockavaria wird es keine Camping-Genehmigung geben. Die Besucher müssen daher auf die Münchner Hotels und Campingplätze ausweichen. Die Veranstalter haben dabei zumindest Sonderkonditionen ausgehandelt.

Für die Anwohner am Olympiapark ist das rigorose Camping-Verbot allerdings von Vorteil. Das gesamte Park-Areal bleibt während des Festivals geöffnet und auch der Müll wird sich so wohl in Grenzen halten. Kontrolliert wird per Chipbändchen erst am Eingang zu den Bühnen. Andrea Blahetec vom Co-Veranstalter Global Concerts verspricht außerdem: „In Bezug auf Lärmschutz gelten die gleichen Regeln wie bei allen Open-Air-Veranstaltungen. Daran werden wir uns halten.“ Man wird sehen – Pardon: hören.

Das Rockavaria ist eine Zwillingsveranstaltung des Festivals „Grüne Hölle“, das heuer am Nürburgring aus der Taufe gehoben wird. Damit erhöhen die Veranstalter den Konkurrenzdruck auf den „Rock im Park“-Bruder „Rock am Ring“. Das Line-Up ist härter und rockiger als das der etablierten Veranstalter. Dort treten neben den klassischen Rock-Acts unter Anderem auch Bastille und Fritz Kalkbrenner auf.

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