Feldherrenhalle ganz eingehüllt: Das steckt dahinter
Die Feldherrnhalle erinnert momentan ein bisschen an eines der weltberühmten Kunstwerke von Christo und Jeanne-Claude. Die Seiten und das Dach des Bauwerks sind eingerüstet und verhüllt. Für rund 12,2 Millionen Euro wird die Feldherrnhalle von Grund auf saniert. Unter anderem müssen sämtliche Natursteinoberflächen instand gesetzt und die umlaufende Balustrade statisch gesichert werden. Auch die drei Großbronzen in der Halle und die markanten Löwen aus Naturstein an der Zugangstreppe sollen restauriert werden. Auf dem Dach soll eine Photovoltaikanlage angebracht werden.
Ursprünglicher Zeitplan hinkt weit hinterher
Ursprünglich hätte die Sanierung dieses Jahr schon fertig sein sollen. Doch das Projekt verzögerte sich wegen der Corona-Pandemie und unvorhergesehenen Extra-Aufwands, sodass erst im Frühjahr 2025 die Arbeiten offiziell begannen. Dauern sollen sie laut bayerischem Heimatministerium etwa drei Jahre.
Ein geschichtsträchtiger Ort
Die Feldherrnhalle, deren architektonisches Vorbild die "Loggia dei Lanzi" in Florenz ist, wurde 1841 bis 1844 im Auftrag König Ludwigs I. von Bayern errichtet. Mit dem Bau wollte Ludwig I. der bayerischen Armee und ihren Feldherren ein Denkmal setzen. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 wurde die Halle als Kultort inszeniert. Hier war am 9. November 1923 ein Zug von Putschisten, unter ihnen Adolf Hitler, auf dem Weg zum Kriegsministerium von der Landpolizei aufgehalten worden.
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