Farbduell in München: Bayern und Löwen sprühen um die Wette
Das farbliche Kräftemessen zwischen den beiden großen Münchner Fußballvereinen kann man überall in der Stadt beobachten: An Brücken, Hauswänden, an Verkehrsschildern und auch an Verteilerkästen und ähnlichen Flächen verewigen sich die Fans in ihren jeweiligen Vereinsfarben.
Die Bayern legen vor
Am Montagabend gegen 22.10 Uhr erwischte eine zivile Polizeistreife zwei 21-Jährige aus München dabei, wie sie einen Verteilerkasten in Bogenhausen mit roter und weißer Farbe besprühten. Die zwei 21-Jährigen wurden festgenommen und nach Erstattung der Anzeigen sowie Beendigung der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen, teilte eine Polizeisprecherin am Mittwoch mit.
Die Löwen ziehen nach
Nur eine Nacht später, am Dienstag, 21. April, gegen 23.50 Uhr, fuhr erneut eine Zivilstreife an der Stelle vorbei. Erneut machten sich an dem Verteilerkasten zwei Männer zu schaffen. Die beiden 20 Jahre alten Münchner sprühten den Kasten mit blauer Farbe an. Die Beamten nahmen die Löwenfans ebenfalls festgenommen. Auch sie wurden nach Anzeigenerstattung und Beendigung der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.
Polizei "entscheidet" auf unentschieden
Die Polizei beendete das Kräftemessen quasi als unparteiischer "Schiedsrichter" mit einem 2:2-Unentschieden. Der Sachschaden beläuft sich auf einige Hundert Euro. Gegen die vier Tatverdächtigen wird nun wegen Sachbeschädigung ermittelt. Vor Ort, so die Polizei, "konnten jeweils Tatmittel sichergestellt werden". Zuständig beim Polizeipräsidium München ist das Kommissariat 23.

