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1000 Euro: Münchner Stadtrat setzt Belohnung nach Farbattacke auf "Kini"-Denkmal aus

Die Bronzebüste für Ludwig II. wurde gerade erst auf der Corneliusbrücke eingeweiht. Gerade einmal eine Woche später ist sie bereits beschmiert. Jetzt setzt die SPD eine Belohnung aus.
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Kaum enthüllt, schon wieder beschmiert.
Kaum enthüllt, schon wieder beschmiert. © Fotoreport-DB/dpa

Update, 22. Juni, 12.20 Uhr: Der Münchner SPD-Stadtrat Roland Hefter ist ob der Schmierereien am gerade erst enthüllten Denkmal für Ludwig II. außer sich und setzt eine Belohnung für Hinweise auf die Täter aus. 

SPD-Stadtrat Roland Hefter setzt 1000 Euro Belohnung aus

"Manchmal muss man sich wirklich schämen für ein paar Leute, die in unserer Stadt wohnen", beginnt der 59-Jährige den Aufruf auf seiner Facebook-Seite und wird dann deutlicher: "Es ist so furchtbar, so geht man nicht mit Kunst um – da könnte ich kotzen!"

So sieht das Kini-Denkmal jetzt aus – nachdem Vandalen sich daran zu schaffen gemacht haben.
So sieht das Kini-Denkmal jetzt aus – nachdem Vandalen sich daran zu schaffen gemacht haben. © André Wagner

Es handele sich um "eine feige Drecksaktion" und es sei deutlich erkennbar, "aus welcher Richtung" die Schmierereien kämen. "Wenn einer weiß, wer das war, der geht zur Polizei." Er selbst setzt eine Belohnung von 1000 Euro aus. Initiator Dietmar Holzapfel hatte ebenfalls erwogen, eine Belohnung bereitzustellen: "Oder wir lassen es einfach so, um den Menschen zu zeigen, wie krank unsere Gesellschaft heutzutage ist."

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Initiator Diemar Holzapfel: "Ich bin so frustriert" 

Erstmeldung, 21. Juni:  "FCK KINI" ist auf dem Sockel des Denkmals für Ludwig II. zu lesen und "1312" – ein Zahlencode der für "All Cops are Bastards" steht. Auch auf den umliegenden Steinen, die zu dem Ensemble dazugehören, finden sich Schmierereien. An dem Denkmal für Bayerns Märchenkönig haben sich gerade einmal eine Woche nach der feierlichen Einweihung am 13. Juni Vandalen zu schaffen gemacht.

"Ich bin so frustriert. Ich habe über zwölf Jahre lang darauf hingearbeitet, dass dieses Denkmal entsteht – und dann sieht es nach einer Woche gleich so aus", sagt Initiator Dietmar Holzapfel der Abendzeitung. 

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Er hatte sich eine Video-Überwachung und Beleuchtung gewünscht, um Vandalismus vorzubeugen. Es ist ist schließlich nicht das erste Mal, dass das Denkmal beschmiert wurde. Noch vor der Fertigstellung wurde der Sockel bereits im April beschmiert. Die AZ berichtete.  Die Überwachung sei im öffentlichen Raum auf der Corneliusbrücke aber abgelehnt worden: "Aus Datenschutzgründen und zum Schutz irgendwelcher Fledermäuse", so Holzapfel. 

Sockel beschmiert, Beet zertrampelt: Hier soll das Kini-Denkmal entstehen.
Sockel beschmiert, Beet zertrampelt: Hier soll das Kini-Denkmal entstehen.

Er erwäge, eine Belohnung auszusetzen: "Oder wir lassen es einfach so, um den Menschen zu zeigen, wie krank unsere Gesellschaft heutzutage ist."

So sieht das Kini-Denkmal jetzt aus – nachdem Vandalen sich daran zu schaffen gemacht haben.
So sieht das Kini-Denkmal jetzt aus – nachdem Vandalen sich daran zu schaffen gemacht haben. © André Wagner

Immerhin, der rosafarbene Untersberger Marmor, der am Denkmal wiederverwendet worden ist, wurde besonders imprägniert, um ihn leichter wieder reinigen zu können. Baureferentin Jeanne-Marie Ehbauer hatte bei der feierlichen Eröffnung nur eine Woche zuvor zugesagt, ihr Referat werde für Schutz und Reinhaltung des Denkmals sorgen. 

Dietmar Holzapfel (l.), Denkmal-Initiator und Wirt der "Deutschen Eiche", Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, Verena Dietl (SPD), dritte Bürgermeisterin der Stadt München, und Jeanne-Marie Ehbauer, Baurefertin der Stadt München, nehmen an der Corneliusbrücke an der Enthüllung des neue Ludwig II.-Denkmals teil.
Dietmar Holzapfel (l.), Denkmal-Initiator und Wirt der "Deutschen Eiche", Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, Verena Dietl (SPD), dritte Bürgermeisterin der Stadt München, und Jeanne-Marie Ehbauer, Baurefertin der Stadt München, nehmen an der Corneliusbrücke an der Enthüllung des neue Ludwig II.-Denkmals teil. © Sven Hoppe/dpa

Finanziert worden ist das Denkmal ausschließlich aus privaten Mitteln, etwa durch Spenden von Wittelsbacher-Chef Franz Herzog von Bayern und 150.000 Euro von Deutsche-Eiche-Wirt Holzapfel. 


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  • Jochen Becht vor 11 Minuten / Bewertung:

    Jawoll Roland, solche Volldeppen san as Allerletzte. Unterste Schiene. Hoff ma, dass gfunden wern und a sauberne Straf bekommen. Und mein Kommentar ist hier sowieso massiv kastriert, wenn i richtig vom Leder zieh, wirds eh nicht gepostet. Ois Guade.

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  • Flo91 vor 36 Minuten / Bewertung:

    Wenn ein Herr Hefter doch nur halb so viel Energie in wichtige Dinge stecken würde, könne man ihn als SPDler auch ernst nehmen...

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  • Flo91 vor 2 Stunden / Bewertung:

    Bei aller Liebe, was hat er erwartet?

    Vielleicht wäre das Denkmal in seinem Appartement im The7 besser aufgehoben gewesen, schließlich ist es ja eher Herr Holzapfel mit seinem Kini Spleen, der sich damit ein Denkmal setzen wollte.

    Dann auf Kosten der Allgemeinheit eine Videoüberwachung auf einem öffentlichen Platz zu fordern, der auch ohne "Kini" hübsch genug für die Stadtbevölkerung war, empfinde ich schon sehr dreist.

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