Familie vergisst Kind am Bahnsteig - Notbremse

Aufgrund eines Polizeieinsatzes ging am Freitagmittag nichts mehr bei der S-Bahn. Die Stammstrecke war für knapp eine Stunde gesperrt. Der Grund: Eine Familie betätigte die Notbremse
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Am Marienplatz kam es am Freitag zu einem Polizeieinsatz. (Archivbild)
Linda Jessen Am Marienplatz kam es am Freitag zu einem Polizeieinsatz. (Archivbild)

Altstadt - Für ein ausgewachsenes S-Bahnchaos sorgte am Freitagmittag ein 13-jähriges Mädchen – genauer gesagt dessen Eltern.

Als sie gegen 12.30 Uhr in die S-Bahn am Marienplatz einsteigen wollen, vergessen sie in dem Gedränge glatt ihr Kind auf dem Bahnsteig. Sie bemerken ihr fehlendes Familienmitglied erst, als die S-Bahn bereits losgefahren ist – dann betätigen sie die Notbremse. Die S-Bahn stand daraufhin im Tunnel, die Stammstrecke war gesperrt.

Nach ersten, zunächst widersprüchlichen Meldungen stellte sich heraus, dass ein dreizehnjähriges Mädchen am Marienplatz beim Einsteigen der Eltern, die mit rund 30 iranischen Familienangehörigen unterwegs waren, den Zustieg nicht geschafft hatte.

Als die Eltern dies bemerkt hatten, war die S2 bereits losgefahren. Die Eltern oder Familienangehörige sollen daraufhin den Nothalt gezogen haben. Da zusätzlich auch die Türnotentriegelung betätigt worden war, konnte zunächst nicht ausgeschlossen werden, dass Reisende die S-Bahn verlassen hatten und sich im Tunnel befanden. Deswegen wurde auch die entgegengesetzte, stadteinwärtsführende Strecke für knapp eine Stunde gesperrt.

Um 13.20 Uhr meldete der Streckenagent der Deutschen Bahn, dass der Polizeieinsatz beendet sei.

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