Falscher Polizist angeklagt: Amtsgericht München fällt Urteil

Ein Mann gibt sich als Polizist aus und fordert 100.000 Euro - doch er tappt in eine Falle. Nun wurde er vom Amtsgericht München verurteilt, eine Bewährung kam für die Richterin nicht infrage.
| John Schneider
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Nach dem Urteil: Michal O. wird abgeführt.
jot Nach dem Urteil: Michal O. wird abgeführt.

München - Der Druck, den die Männer am Telefon machen, ist unglaublich. Das berichtet Hans F. (Name geändert) im Zeugenstand. Mit seinen 35 Jahren gehört er eigentlich nicht zur Zielgruppe der Banden, die als falsche Polizisten auftreten, um alte Menschen um ihr Erspartes bringen.

Doch am 13. Juni ging Hans F. ans Telefon und nicht seine Mutter. Der 35-Jährige merkte schnell, dass hier falsche Polizisten am Werk waren. Sie erkundigten sich nach seinen Vermögensverhältnissen und gaben vor, dass eine seiner Nichten nur mit der Zahlung von viel Geld vor dem Gefängnis zu bewahren sei.

Fake-Polizist in München: Angeklagter gesteht

Hans F. gab sich als alter Mann aus und ging zum Schein auf die Forderungen ein, alarmierte aber parallel die Polizei. Die Betrüger wollten am Ende 100.000 Euro kassieren. Doch der Abholer Michal O. (25) lief am nächsten Tag in die Falle, die ihm Hans F. und die Polizei gestellt hatten. Als er an der Wohnung in der Türkenstraße klingelte, warteten bereits zwei Beamte in der Küche.

Auf Initiative seines Strafverteidigers Ömer Sahinci kam es zu einer Verständigung der Prozessparteien. Michal O. gesteht die Tat. Die Haftstrafe wird dafür auf zwei Jahre und neun Monate begrenzt. Bewährung stand für die Amtsrichterin angesichts des rücksichtslosen Vorgehens der Bande nicht zu Debatte.

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