Falsche Polizisten: Kripo zerschlägt auf Senioren spezialisierte Betrügerbande

Der Münchner Polizei gelingt ein Schlag gegen das organisierte Verbrechen. Es wird eine Betrügerbande zerschlagen, die, als falsche Polizisten getarnt, Senioren um ihr Geld betrogen hat.
| AZ/dpa
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Die Münchner Polizei kann Betrüger festnehmen, die, als falsche Polizisten getarnt,  Senioren um mehrere 100.000 Euro betrogen haben. (Symbolbild)
Die Münchner Polizei kann Betrüger festnehmen, die, als falsche Polizisten getarnt, Senioren um mehrere 100.000 Euro betrogen haben. (Symbolbild) © dpa

München - Die Münchner Kripo hat eine Betrügerbande aus Schwaben zerschlagen. Wie das Polizeipräsidium der Landeshauptstadt am Mittwoch berichtete, sollen es die sechs Gauner auf das Geld von Senioren abgesehen haben. Es könne den Männern mehr als zehn Taten nachgewiesen worden, bei denen die Opfer insgesamt um mehrere 100.000 Euro geschädigt worden seien.

Betrüger gaben sich am Telefon als Polizisten aus

Die Täter sollen sich gegenüber den Rentnern am Telefon als Polizeibeamte ausgegeben haben. Mit der Masche, wonach das Vermögen der betagten Angerufenen wegen Einbrechern gefährdet sei, vereinbaren die Betrüger dann einen Termin, um das Bargeld der Senioren abzuholen. Bereits im September hatte die Polizei einen 21 Jahre alten Augsburger und einen 22-Jährigen aus dem Landkreis Günzburg auf frischer Tat festgenommen, als beide bei einer älteren Münchnerin entsprechend abkassieren wollten. Die Männer sitzen seitdem in Untersuchungshaft.

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Die Ermittlungen führte die Kripo dann auf die Spur der vier anderen Beschuldigten. Es handelt sich um drei Augsburger im Alter von 22 bis 27 Jahren und einen 25-Jährigen aus dem benachbarten Kreis Aichach-Friedberg. Gegen drei davon wurden ebenfalls Haftbefehle beantragt, im Fall des vierten Beschuldigten wird dies noch geprüft.

Bande war in München, Südbayern und Baden-Württemberg aktiv

Die Bande soll außer in Südbayern auch in Baden-Württemberg aktiv gewesen sein. Einige der Opfer hatten noch gar nicht Anzeige erstattet, als die echten Polizisten sie kontaktierten. Diese Senioren seien weiterhin der Meinung gewesen, mit der richtigen Polizei zusammengearbeitet zu haben, oder sie schämten sich dafür, auf die Betrüger reingefallen zu sein.

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