Fahrmanöver geht schief: Raserunfall auf der Leopoldstraße

Ein 19-Jähriger kracht nahe dem Siegestor in den Gegenverkehr. Die Polizei ermittelt gegen den Fahrer wegen eines illegalen Straßenrennens.
| Ralph Hub
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Am Siegestor wurde der 19-Jährige niedergeschlagen und ausgeraubt.
Bernd Wackerbauer Am Siegestor wurde der 19-Jährige niedergeschlagen und ausgeraubt.

München - Die Leopoldstraße ist die Strecke der PS-Fetischisten und Auto-Poser. Mit röhrenden Motoren cruisen sie abends und an den Wochenenden zwischen Siegestor und Münchner Freiheit auf und ab: getunte Sportwagen und PS-starke Motorräder. Muskelspiele in Lack und Chrom, um die Leute zu beeindrucken, die in den Straßencafés und Restaurants sitzen.

Ein 19-jähriger Mechaniker wollte am Samstagabend mit seinem 320er BMW Eindruck schinden. Er gab hinter dem Siegestor Gas und jagte mit quietschenden Reifen und aufheulendem Motor die Leopoldsraße hoch in Richtung Norden.

Münchner kracht in Gegenverkehr

Dabei überschätzte der Münchner seine Fahrkünste ganz erheblich. Zahlreiche Zeugen am Straßenrand beobachteten, wie das Heck des BMW plötzlich ausbrach und der Fahrer die Kontrolle über seinen Wagen verlor.

Der BMW geriet auf die Gegenfahrbahn und krachte dort in einen Opel Astra. Der 30-jährige Fahrer, ein Designer aus München, hatte keine Chance mehr auszuweichen. Der BMW krachte seitlich in den Mietwagen. Beide Fahrzeuge wurden stark beschädigt. Passanten verständigten Polizei und Rettungsdienst.

Die beiden Fahrer wurden leicht verletzt. Die Autos wurden abgeschleppt. Sie sind Totalschäden. Die Leopoldstraße war während der Unfallaufnahme für rund zwei Stunden gesperrt. Der BMW wurde von der Polizei beschlagnahmt. Seinen Führerschein musste der 19-Jährige abgeben. "Gegen ihn wird wegen eines illegalen Straßenrennens ermittelt", sagt Polizeisprecher Ersin Erol.

Zahl illegaler Straßenrennen in München steigt

Die Zahl illegaler Straßenrennen steigt mittlerweile in München. Am Pfingstwochenende stoppte die Polizei zwei Biker und zwei Autofahrer, die sich an der Kreuzung zwischen Frankfurter Ring und Schleißheimer Straße ein Rennen lieferten. Die Fahrer hielten nebeneinander. Als die Ampel auf Grün sprang, beschleunigten sie bis auf 100 Stundenkilometer. Auch auf der Fürstenrieder Straße und der Landshuter Allee werden immer wieder Raser von der Polizei gestoppt.

Die Staatsanwaltschaft München I hat alleine im vergangenen Jahr 35 Ermittlungsverfahren wegen illegaler Rennen eingeleitet. Behördenleiter Oberstaatsanwalt Hans Kornprobst: "Diese Rennen sind ein gravierendes Sicherheitsrisiko in München."

Lesen Sie hier: Polizisten krachen mit Streifenwagen ineinander - Vier Verletze

 

 

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