Fahrgäste leiden unter Hitze: Kritik an Münchner Tram-Einsatz

Das Reisen mit der Tram kann in der Hitzewelle zur Herausforderung werden. Wie gut ist die Stadt aufgestellt, gibt es genügend klimatisierte Bahnen im täglichen Verkehr? Der Verein der Straßenbahnfreunde hat jetzt konkrete Forderung für eine Verbesserung der Situation.
von  AZ
Sie werden weniger: Trotzdem finden sich noch nicht-klimatisierte Trambahnen wie hier auf der Linie 12.
Sie werden weniger: Trotzdem finden sich noch nicht-klimatisierte Trambahnen wie hier auf der Linie 12. © Straßenbahnfreunde München

Wer in der Hitzewelle mit der Tram fährt, kennt das Problem: Man erwischt eine alte, nicht-klimatisierte Bahn. Die stickige Luft im Innenraum bringt die Fahrgäste an die Grenze und ein offenes Fenster nicht wirklich Abhilfe.

Viele Fahrzeuge sind bereits klimatisiert

Der Verein Straßenbahnfreunde München fordert nun eine bessere Verteilung klimatisierter Trambahnen im gesamten Netz. Durch die Beschaffung neuer Trambahnen seien zwar mittlerweile rund 115 von 160 Fahrzeuge mit Klimaanlage in Betrieb. Allerdings würde die MVG diese Fahrzeuge nicht kontinuierlich auf allen Linien einsetzen. Gerade auf den Linien 12, 14 und 23 seien überwiegend nicht-klimatisierte Trambahnen im Einsatz.

"50 Prozent klimatisierte Trambahnen auf allen Linien"

"Viele Fahrgäste sind auf die Trambahn angewiesen", sagt Vereinsvorsitzender Nikolaus Breitner. "Deshalb muss garantiert werden, dass auf allen Linien mindestens 50 Prozent der eingesetzten Fahrzeuge eine Klimaanlage haben". Damit gerade vulnerable Gruppen besser planen können, bedürfe es daher eines Hinweises in der Fahrgastinformation sowie in der App MVGO, ob das Fahrzeug klimatisiert ist oder nicht.

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