Ex-Mitarbeiter überfällt Supermarkt fürs Urlaubsgeld

Schwere räuberische Erpressung: Mit einem Messer hat der 19-Jährige die Leiterin eines Supermarktes bedroht und so 500 Euro erbeutet. Mit dem Geld sollte es dann in den Urlaub gehen.
| John Schneider
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Der Angeklagte bespricht sich mit seinem Anwalt.
jot Der Angeklagte bespricht sich mit seinem Anwalt.

München - Er wollte mit seiner Freundin in den Urlaub fahren und hatte kein Geld dafür. Da hatte Luka G. (19, Name geändert) die Idee, einen Supermarkt zu überfallen. Das heißt nicht irgendeinen Supermarkt, sondern den Grafinger Netto-Markt, in dem er selber mal gearbeitet hatte und sich daher dort gut auskannte.

Am frühen Morgen des 1. Juni bewaffnete sich Luka G. mit einem Messer aus der Küche und schritt zur (Straf-)Tat. Laut Anklage hatte er es auf den Tresor des Marktes und seinen Inhalt abgesehen. Der Hintereingang war zu dieser Zeit, wie er wusste, nicht verschlossen. Luka G. lief ins Büro der Marktleiterin.

Es war nicht der erste Überfall

Dabei trug der 19-Jährige eine Maske, die er sich aus einem T-Shirt zurecht geschnitten hatte. Der Räuber rief "Geld her", deutete Stichbewegungen an. Sein Opfer schien beeindruckt. Sie öffnete den Tresor und wollte ihm Münzgeld geben. Doch Luka G. rief "Scheine". Die Marktleiterin nahm daraufhin hundert 5-Euro-Scheine und gab sie ihm. Jetzt war Luka G. zufrieden und floh, wurde aber kurz darauf von der Polizei gestellt. Vor Gericht gibt sich der Räuber kleinlaut. Er gesteht nicht nur den Überfall, sondern auch zwei weitere Taten, die in der Anklage stehen.

Darunter einen weiteren Überfall: Am 4. Mai hatte er vergeblich versucht, auf ähnliche Weise ein Lottogeschäft in Kirchseeon zu überfallen. Doch der Ladeninhaber ließ sich von dem Messer nicht beeindrucken. Als Luka G. "Geld her" rief, antwortet dieser kühl: "Nein." Selbst als Luka G. ihm mit "Dann bist du tot!" drohte, ließ sich sein Opfer nicht zur Geldabgabe überreden. Der junge Möchtegern-Räuber floh ohne Beute.

Zu seinem Lebenslauf erklärt der 19-Jährige, dass er mit Arbeit nicht viel am Hut hätte und unter anderem eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann abgebrochen habe. Deswegen und wegen seines Drogenkonsums habe es Streit mit seiner Muter gegeben.

Der Prozess wird fortgesetzt.

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