Pizza Verde München: Neue Bio-Pizzeria mit römischer Pizza im Glockenbachviertel

Pizza im Glockenbachviertel ist nicht gerade eine Rarität. Aber Paolo Bruno ist sich trotzdem sicher, dass sein neues Lokal "Pizza Verde" in der Thalkirchner Straße sein Publikum finden wird.
Bruno ist Münchner mit italienischen Eltern. Die erste Pizza seines Lebens hat er im Alpenhof in Giesing gegessen. Der 42-Jährige ist gelernter Sommelier und hat jahrelang in der Weinhandlung Garibaldi gearbeitet. Vor zehn Jahren kam der Wunsch nach Selbstständigkeit.
Eröffnung im Glockenbachviertel: "Pizza geht immer"
Wein ist seine Leidenschaft, aber da fehlte noch was. Er musste nicht lange überlegen: "Pizza geht immer", findet Bruno. "Man hatte einen schweren Arbeitstag, fühlt sich allein, geht Pizza essen und schon ist man wieder fröhlich". Auch zu Geburtstagsfeiern gehöre die Pizza heute einfach dazu.
Auch damals gab es schon Pizza an jeder Ecke. "Aber nicht in der Qualität, die ich mir gewünscht habe", sagt Bruno. "Auch die Grundzutaten einer Pizza müssen von gesunder und sauberer Qualität sein."

Er hat sich sogar für Bio entschieden und eröffnete 2016 in Neuhausen seine erste Pizzeria "Pizza Verde". Später kamen eine Filiale in Schwabing und der Weinladen "Vino Verde" dazu. Weil das Lokal in Neuhausen dieses Jahr schließen musste, hat Bruno nun eine neue Filiale in der Thalkirchner Straße eröffnet. Geleitet wird sie von Leo Zabarella. Der 28-Jährige ist seit 2017 bei "Pizza Verde" dabei. Zunächst hat er die Pizzen per E-Bike ausgeliefert, später seine Ausbildung als Restaurantfachmann hier absolviert.

"Für mich hat eine Pizza einen dünnen, krossen Teig"
Die Konkurrenz im Glockenbachviertel ist nicht zu unterschätzen. Neben einer großen Pizza-Kette bieten dort angesagte Läden wie "The Italian Shot" oder "Soul Kitchen" neapolitanische Pizza an. "Ich liebe neapolitanische Pizza", sagt Bruno. "Aber für mich hat eine Pizza einen dünnen, krossen Teig, der stehen bleibt, wenn man ein Stück in der Hand hält".
Diese sogenannte römische Pizza findet man in der Tat nur selten in der Stadt.
Den Teig hat Bruno selbst entwickelt. Unzählige Mühlen hat er fürs perfekte Mehl abgeklappert. Hängen geblieben ist er schließlich bei der letzten Mühle der Stadt, der Hofbräu Kunstmühle. In seinen Teig kommen 70 Prozent Weizenmehl, rund 25 Prozent Dinkelvollkornmehl und nur ganz wenig Hefe. Möglich macht’s die lange Gehzeit von mindestens 48 bis hin zu 72 Stunden.

Pizza genießen ohne anschließende Durst-Attacken
Wozu der Aufwand? "Das macht sie bekömmlicher. Ich kann abends eine Pizza essen und muss nicht nachts aufstehen und einen Liter Wasser trinken, weil ich plötzlich so einen Durst bekomme", so Bruno. Auch die Zutaten für den Belag von Büffelmozzarella über Salami bis zur Tomatensoße sind zertifiziert biologisch.
Mit einer Pizza-Kette können Brunos Pizzen nicht mithalten, mit anderen Pizzalokalen (ohne Bio-Zertifikat) aber schon. Eine Pizza Margherita kostet 13 Euro, die Teuerste mit Mozzarella, Parmaschinken, Parmesan, Rucola und Kirschtomaten 23 Euro. Dazu gibt’s mehrere offene Weine oder eine Halbe Lammsbräu für 5 Euro.
Thalkirchner Str. 16
Mo-Fr ab 11.30, Sa-So ab 17 Uhr