Spaten setzt auf KI und spart Wasser beim Bierbrauen

Weniger Verluste und mehr Effizienz beim Bierbrauen? Dafür sorgt bei Spaten eine KI-Plattform – mit einer Echtzeitanalyse.
von  Ruth Frömmer
Schon mehrfach wurde der Maßkrug auch heuer wieder zur Hiebwaffe auf der Wiesn.
Schon mehrfach wurde der Maßkrug auch heuer wieder zur Hiebwaffe auf der Wiesn. © IMAGO (www.imago-images.de)

Bier Brauen und Wasser sparen – geht das zusammen? Der neue Spaten-Chef Jack Reedy hat dem Münchner Bundestagsabgeordneten Hans Theiss (CSU) gezeigt, wie's geht.

Die Münchner Brauerei, die zum belgischen Konzern AB Inbev gehört, hat sich den amerikanischen Technologie-Konzern Laminar an Bord geholt. Das Unternehmen bietet eine KI-basierte Plattform an, die mit Sensoren kontinuierlich "Flüssigkeitssignaturen" von Wasser über Bier bis Reinigungsmittel in Echtzeit überwacht.

Spaten reduziert  Emissionen pro Hektoliter um rund 49 Prozent 

Die KI analysiert Daten und erkennt den exakten Zeitpunkt, wann etwa eine Leitung gereinigt werden muss oder ein bestimmter Prozess abgeschlossen ist – und vermeidet so unnötige Reinigungszyklen.

Für Spaten bedeutet das konkret, dass die Brauerei seit 2017 ihre Emissionen pro Hektoliter um rund 49 Prozent reduzieren konnte. Da Spülvorgänge nur noch die exakt benötigte Wassermenge nutzen, konnte Spaten seinen Wasserverbrauch deutlich reduzieren, so Reedy.

München ist ein "leuchtendes Beispiel" für Weiterentwicklung

Der effizientere Einsatz von Reinigungsmitteln schont die Umwelt zusätzlich und durch die Minimierung von Produktverlusten werde weniger wertvolles Bier abgeleitet. Das Unternehmen verzeichne Erfolge auf seinem Weg zu globalen Nachhaltigkeitszielen, so Reedy weiter. "München ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie wir uns stetig weiterentwickeln. Mit unseren neuen Wasseraufbereitungsanlagen und der Laminar-Technologie machen wir einen entscheidenden Schritt, um die natürlichen Ressourcen zu schonen und das Brauen für die Zukunft noch effizienter zu gestalten."

Reedy hat zu Beginn des Jahres Friedrich Geiger als Spaten-Chef abgelöst. Der US-Amerikaner war zuvor schon in verschiedenen Positionen für AB Inbev, unter anderem in Bremen und Wernigerode, tätig.

Neben Spaten werden auch die Marken Löwenbräu und Franziskaner unter dem Dach der AB Inbev in der Münchner Marsstraße gebraut.

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