Günstig, versteckt, unglaublich gut: Diese Orte im Univiertel lohnen sich

Mitten im Münchner Univiertel verstecken sich Orte, die viele im Alltag übersehen. Wer genauer hinschaut, entdeckt ruhige Hinterhöfe, besondere Cafés und überraschende Food-Spots.
von  Hüseyin Ince, Niclas Vaccalluzzo
In der ruhigen Amalienpassage befindet sich der Gartensalon.
In der ruhigen Amalienpassage befindet sich der Gartensalon. © IMAGO/C3455 Robert B. Fishman

Auch im sonst eher trubeligen Univiertel finden sich zahlreiche Ruheoasen. Vor allem die vielen versteckten Hinterhöfe bieten Raum für entspannte Rückzugsorte. Einer davon ist der 2009 eröffnete Gartensalon in der Amalienpassage.

Wenn hier die Blumen blühen und die kleinen Bäumchen ihre grünen Blätter tragen, sitzt man tatsächlich wie in einem kleinen Privatgarten mitten in der Stadt. Die Speisekarte des Cafés bietet leichte, hausgemachte Gerichte. Besonders empfehlenswert sind die vor Ort gebackenen Kuchen.

Ruheoase im Univiertel: Der Gartensalon

Auch zum Frühstück lädt der Gartensalon ein – etwa mit ayurvedischem "Power-Porridge“ oder mit dem "Rührei Royal“ auf herzhafter Waffel. Die Wirtinnen Ines und Susi legen bei der Zubereitung großen Wert auf Regionalität und Nachhaltigkeit. Zudem gibt es eine Vielzahl veganer Optionen.

Ein weiterer Klassiker und ein echtes Original im Univiertel ist die Pizzeria Bei Mario in der Adalbertstraße. Das Traditionslokal, das in diesem Jahr sein 60-jähriges Bestehen feiert, hat einen schönen und ruhigen Wirtsgarten im Innenhof. Zwischen Olivenzweigen und mit einem Aperol-Spritz in der Hand fühlt man sich hier – mit etwas Fantasie und bei entsprechenden Temperaturen – fast wie im Italienurlaub. Dazu tragen nicht zuletzt die feinen italienischen Speisen des Hauses bei.

Ein Original aus den 60er-Jahren: Bei Mario

Mario, der Namensgeber des Restaurants, hat laut Betreiberangaben "die Pizza nach München gebracht“. Seit den 1960er-Jahren steht hier ein original neapolitanischer Holzofen – lange bevor zahlreiche hippe Italo-Pizzerien der Stadt die neapolitanische Pizza für sich entdeckten. Ein weiterer Pluspunkt: Werktags bis 16 Uhr sind viele Pizza- und Pastagerichte noch für unter zehn Euro erhältlich.

Seit 1966 gibt es die Pizzeria Bei Mario in der Adalbertstraße. Sie soll die neapolitanische Pizza nach München gebracht haben.
Seit 1966 gibt es die Pizzeria Bei Mario in der Adalbertstraße. Sie soll die neapolitanische Pizza nach München gebracht haben. © imago stock&people

Die orientalische Version der klassischen Ofenkartoffel

An der deutschen Variante dieses Snacks kommt man kaum vorbei. Die klassische Ofenkartoffel begegnet einem als Fast-Food-Variante eigentlich in allen Regionen Deutschlands. Aber wie wäre es mit der orientalischen Version, wenn Sie mal im Univiertel unterwegs sind?

Dort finden Sie an der Adalbertstraße 32 den türkischen Feinkostladen Kara Kazan. Das heißt so viel wie schwarzer Kessel. Frei interpretieren kann man diese Namenswahl als: unendlich viele Varianten in den Untiefen eines riesigen Kochtopfes.

Orientalische Ofenkartoffel aus dem "schwarzen Kessel“: Kara Kazan

Kumpir heißt die türkische Version der Ofenkartoffel. Und die Variationen sind tatsächlich unendlich. Mit oder ohne Fleisch, auch vegan ist möglich, verschiedene Saucen, Käse, Garnelen, mit dem türkischen Schinken "Pastirma“, mit Geschnetzeltem ("Kavurma“) oder auch mit Thunfisch. Und: "Unsere Kartoffeln kommen aus Frankreich“, versichert Kara-Kazan-Chef Osman Cakir. Mit ihnen habe er die beste Erfahrung gemacht.

So sehen die Ofenkartoffeln mit Saucen und türkischem Schinken im Kara Kazan aus.
So sehen die Ofenkartoffeln mit Saucen und türkischem Schinken im Kara Kazan aus. © Daniel von Loeper

Aber das ist lange nicht alles. Wer möchte, bekommt hier auch die türkischen Klassiker zum Mitnehmen auf die Hand. Wie etwa einen Cigköfte-Salat, einen Cigköfte-Wrap, einen Börek-Feinkost-Teller sowie vegetarische oder vegane Salat-Bowls.

Dem Chef von Kara Kazan Osman Cakir war es von Beginn an wichtig, im Univiertel studentische Preise aufrufen zu können. Ein Besuch im Kara Kazan sollte also kein großes Loch ins eigene Budget schlagen. Die Preise bewegen sich zwischen 8,90 (vegan) Euro und 14,90 Euro (Kavurma).

Seit 2020 betreibt Cakir das Kara Kazan. Damals eröffnete er mit seinem Geschäftspartner Mo Kanber. Der hat mit dem "Casa Mo“ einen türkischen Feinkostladen in der Rosenheimer Straße 119 eröffnet.

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