Engpass bei Münchens Kinderärzten: Diese Forderung gibt es jetzt aus dem Rathaus 

Die Grünen fordern mehr Kinderärzte in Münchens Randgebieten, um die medizinische Versorgung für Kinder und Jugendliche zu verbessern. Angesichts der alarmierenden Altersstruktur der Ärzte und der bestehenden Engpässe seien gezielte Maßnahmen notwendig.
AZ |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen
In vielen Münchner Stadtbezirken gibt es zu wenige Kinderärzte.
In vielen Münchner Stadtbezirken gibt es zu wenige Kinderärzte. © IMAGO/Zoonar.com/Robert Kneschke

Die kinder- und jugendärztliche Versorgung in den Münchner Randgebieten ist teilweise stark angespannt. Die Fraktion die Grünen/Rosa-Liste/Volt fordert gezielte Maßnahmen, um die kinder- und jugendärztliche Versorgung in unterversorgten Vierteln zu verbessern.

Hier gibt es zu wenige Kinderärzte

In einigen Münchner Stadtteilen gibt es zu wenig Kinderärzte, etwa in Milbertshofen/Am Hart oder Aubing-Lochhausen-Langwied.

Kinder und Eltern müssten hier lange Wege auf sich nehmen, um medizinische Unterstützung zu bekommen, so die Fraktion. Die Lage könne sich verschlimmern: Schon jetzt sind circa 31 Prozent der Kinder- und Jugendärzte bereits über 60 Jahre alt.

Die Karte zeigt, wie viele Patienten bis 17 Jahren ein Arzt behandelt.
Die Karte zeigt, wie viele Patienten bis 17 Jahren ein Arzt behandelt. © KVR/KVB

Grüne fordern mehr Unterstützung

Trotz spürbarer Engpässe in einigen Bezirken gilt München nach der Kassenärztlichen Vereinigung (KVB) als überversorgt. Das hat zur Folge, dass für München derzeit keine zusätzlichen neuen Kassensitze genehmigt werden.

Die Fraktion fordert nun, dass eine gute medizinische Versorgung "nicht vom Wohnort und Geldbeutel abhängt". Eine wichtige Grundlage bilde das bestehende Münchner Förderprogramm für Arztpraxen. Neugründungen, Übernahmen, Verlagerungen und Erweiterungen von kinder- und jugendärztlichen Praxen sollen noch gezielter erleichtert werden. Priorität sollen dabei unterversorgte und stark wachsende Stadtteile haben.

Auch sollen neue Kooperationsmöglichkeiten mit der München Klinik und weiteren Trägern geprüft werden, zum Beispiel Tandempraxen oder telemedizinische Angebote. Zudem soll die München Klinik stärker in Nachbesetzungsverfahren für frei werdende Kassensitze eingebunden werden, um Versorgungsanteile zu sichern und ärztliche Versorgung gezielt in benachteiligte Stadtbezirke zu lenken.

  • Themen:
Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
 
Noch keine Kommentare vorhanden.
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.