Coco Bamboo: Bezahlbare Küche mit viel Liebe in der Augustenstraße

Im Coco Bamboo in der Augustenstraße verbindet Gastgeberin Suzana Nadj kreolische und mediterrane Küche, hochwertige Produkte und gesunde Zutaten mit viel Herz – bezahlbar, atmosphärisch und als liebevolle Hommage an ihre verstorbene Freundin von der Karibikinsel Martinique.
von  Ruth Frömmer
Suzana Nadj im Genussbereich des Coco Bamboo.
Suzana Nadj im Genussbereich des Coco Bamboo. © Daniel von Loeper

"Hier steckt ganz viel Liebe drin", sagt Suzana Nadj. Seit sie 16 ist, arbeitet sie in der Gastronomie. Von Küche bis Service hat sie schon alles gemacht und macht es bis heute. Nun steht sie zusammen mit ihren Kollegen in der Küche ihres neuesten Lokals. Das Coco Bamboo in der Augustenstraße bietet kreolisch-mediterrane Küche.

"Das hier ist eine Symbiose zwischen meiner verstorbenen Freundin Ugette und mir", erzählt Nadj. Kennengelernt haben sich die beiden in Ugettes Heimat, der Insel Martinique in der Karibik. Bis zu Ugettes Tod haben sich die beiden über das Leben, die Liebe und natürlich jede Menge Kochrezepte ausgetauscht. Im Coco Bamboo lebt die Freundin für immer weiter.

Die Einrichtung ist elegant, das Essen kreativ, die Preise im mittleren Bereich.
Die Einrichtung ist elegant, das Essen kreativ, die Preise im mittleren Bereich. © Daniel von Loeper

Speisekarte ist eine Mischung aus Suzana Nadj und Ugette

Auf der Coco-Bamboo-Speisekarte finden sich Kreationen von Ugette und Gerichte, die Nadj sich ausgedacht hat. Die Wirtin steht aber nicht nur täglich in der Küche. Sie betreibt nebenbei auch zwei Filialen des Lokals "Tante Emma". Als ihr die Räume in der Augustenstraße angeboten wurden, hat sie es selbst mit renoviert. Die hohen Wände sind dunkelblau gestrichen, teilweise von zwei Künstlerfreunden bemalt. Der Spagat zwischen dem historischen Altbau und dem kreolisch-mediterranen Twist ist ihr gelungen.

Bezahlbar, aber hochwertig

Die Tische sind elegant eingedeckt, überall stehen Blumen. Über der Eingangstüre thront ein großer Elefant. Sehr edel sieht das alles aus. Nadj hat schon bemerkt, dass das viele Neugierige abschreckt. Denn sie bietet zwar qualitativ hochwertige Küche, aber kein Fine-Dining.

"Die Zeiten sind so hart und so teuer", weiß Nadj, "ich versuche jedem Menschen, Liebe zu geben, in jeder Hinsicht." Deshalb ist ihr wichtig, dass die Preise bezahlbar bleiben. Das teuerste Gericht kostet 28,90 Euro: Scampi Antillaise vom Grill, flambiert mit Rum, einer feinen Safran-Weißwein-Soße und Tamarinden-Reis. Die AZ durfte sie probieren und war begeistert.

Scampi Antillaise vom Grill, flambiert mit Rum, Tamarinden-Reis und Safran-Weißwein-Soße.
Scampi Antillaise vom Grill, flambiert mit Rum, Tamarinden-Reis und Safran-Weißwein-Soße. © Daniel von Loeper

Die Verbindung aus qualitativ hochwertigen Produkten, wie Scampi, Rinderfilet, Kalbsmedaillons oder Lammkoteletts und selbst gemachten, frischen Chutneys und Soßen aus Passionsfrüchten, Chili oder Ananas, dazu Wildkräuter, Kochbananen, Yamswurzeln und mehr macht Nadjs Küche aus. Sie weiß viel über Nährstoffe, Antioxidantien und gesunde Ernährung. "Aber es muss eben auch richtig gut schmecken", betont sie. "Oft merken die Leute gar nicht, was sie da Gesundes gegessen haben". Auch viele vegetarische und vegane Gerichte stehen auf der Karte.

Die vermutlich edelste Schwemme Münchens

Den Bereich um die Bar hat Nadj "Schwemme" genannt. Ihr ist bewusst, dass der Begriff nicht so recht zu einem eleganten Lokal passt. Eine Schwemme assoziieren die Münchner mit großen Bier-Hallen und Blasmusik.

Aber Nadj möchte den Begriff neu aufladen. Sie wünscht sich einen Begegnungsort: Hier sollen sich die Gäste ungezwungen auch nur auf ein Glas treffen. Eine kleine Snack-Karte bietet Gerichte für den kleinen Hunger und Geldbeutel, etwa Currywurst mit hausgemachter Soße und selbst gebackenem Bokit-Brot (9,90 Euro), frittierte Kabeljau-Bällchen mit Passionsfrucht-Chutney (11,90 Euro) und vieles mehr. Das alles darf man auch im hinteren "Genussbereich" bestellen.

Barmann Ibo Saleh serviert Cocktails - und dazu ganz viel gute Laune.
Barmann Ibo Saleh serviert Cocktails - und dazu ganz viel gute Laune. © Daniel von Loeper

Barmann Ibo Saleh ist so herzlich wie seine Chefin und serviert den Gästen selbst kreierte Cocktails mit und ohne Alkohol. Gemeinsam sorgen sie dafür, dass jeder Gast das Coco Bamboo ein bisserl besser gelaunt verlässt, als er es betreten hat.

Coco Bamboo, Augustenstraße 52

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