Erwischt: Dealer liefert in München Kokain an Kunden mit Motorrad aus
Einer Zivilstreife ist in der Ottostraße in der Maxvorstadt nachts kurz vor 1 Uhr ein Motorradfahrer aufgefallen, der einem Mann etwas zusteckte. Die Polizisten überprüften die Verdächtigen und kamen dabei offenbar einem schwunghaften Drogenhandel auf die Spur.
Die Polizisten fanden bei der Kontrolle Kokain, das der 36-jährige Deutsche aus München offenbar bei dem Biker, einem 21 Jahre alten in München lebenden Deutschen, eben erst gekauft hatte. Der mutmaßliche Dealer hatte außerdem einige Hundert Euro bei sich. Zudem stellten die Zivilfahnder bei dem 21-jährigen Biker eine geringe Menge einer Mischung aus Kokain und Methamphetamin sicher.
Polizei zieht Maschine ein
Das Motorrad, eine KTM RC 125, wurde von den Beamten noch vor Ort beschlagnahmt, die beiden Verdächtigen wurden angezeigt. Der 36-Jährige wurde vor Ort wieder entlassen, teilte ein Polizeisprecher am Mittwoch mit.
50.000 Euro in der Wohnung
Im weiteren Verlauf der polizeilichen Maßnahmen wurde die Wohnung des verdächtigen Motorradfahrers durchsucht. Dabei wurden Betäubungsmittel, unter anderem rund 70 Gramm Kokain und Dopingmittel, sowie 50.000 Euro in bar sichergestellt. Der Mann ist bereits einschlägig wegen eines Drogendeliktes der Polizei bekannt, er fiel aber bisher nicht weiter wegen Straftaten im Rauschgiftbereich auf. Gegen den 21-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge eingeleitet.
Er wurde der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt. Der Ermittlungsrichter erließ gegen den Verdächtigen einen Haftbefehl, der aber gegen Meldeauflage inzwischen außer Vollzug gesetzt wurde. Das Kommissariat 84 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

