Mordprozess nach Verdi-Anschlag: Wie es jetzt weiter geht

Im Februar 2025 rast ein Mann auf Teilnehmer einer Demonstration zu. Eine Mutter und ihr Kleinkind sterben, zahlreiche Menschen werden verletzt. Nun biegt der Münchner Prozess auf die Zielgerade ein.
von  AZ/dpa
Der Prozess wegen des tödlichen Auto-Anschlages auf eine Demonstration neigt sich seinem Ende zu. (Archivbild)
Der Prozess wegen des tödlichen Auto-Anschlages auf eine Demonstration neigt sich seinem Ende zu. (Archivbild) © Peter Kneffel/dpa

Im Mordprozess nach einem tödlichen Auto-Anschlag auf eine Verdi-Demonstration in München hält die Bundesanwaltschaft voraussichtlich heute (9.30 Uhr) ihr Plädoyer. Auch die Nebenklagevertreter und gegebenenfalls die Nebenkläger selbst sollen abschließend zu Wort kommen. Der Schlussvortrag der Verteidigung und das letzte Wort des Angeklagten sollen dann am nächsten Tag folgen. Das Urteil wird der Planung zufolge am 6. August verkündet. 

Plädoyer im Prozess um Verdi-Anschlag geplant

Die Bundesanwaltschaft wirft dem Mann unter anderem zweifachen Mord und 44-fachen Mordversuch vor. Sie geht von islamistischem Terrorismus als Motiv aus. 

Der Mittzwanziger war am 13. Februar vergangenen Jahres mit einem Kleinwagen in eine friedliche Demonstration der Gewerkschaft Verdi gerast. Der Wagen erfasste ein zweijähriges Mädchen im Kinderwagen und dessen Mutter.

Die beiden wurden durch die Luft geschleudert und so schwer verletzt, dass sie wenige Tage später starben. Mehr als 40 weitere Menschen wurden verletzt, einige von ihnen lebensgefährlich.

Viele der Betroffenen von damals leiden bis heute teils unter körperlichen, teils unter psychischen Folgen des Geschehens. Manche konnten ihre Arbeit noch immer nicht wieder aufnehmen.

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