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Erst Streik, dann Bayern-Spiel: Warum München am Mittwoch im Stau versinkt

Die Gewerkschaft Verdi ruft erneut zum ganztägigen Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr auf. In München und Nürnberg fallen U-Bahnen, Trambahnen und Teile des Busverkehrs aus – Pendler und Fußballfans müssen mit erheblichen Verkehrsbehinderungen rechnen.
Niclas Vaccalluzzo
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Die Situation am vergangenen Montag: Durch den Warnstreik der Gewerkschaft Verdi, war der U-Bahnhof Marienplatz wie leergefegt. "Derzeit kein U-Bahnbetrieb" steht auf der Anzeigetafel. Für den angekündigten Streik am Mittwoch wird ein ähnliches Bild erwartet.
Die Situation am vergangenen Montag: Durch den Warnstreik der Gewerkschaft Verdi, war der U-Bahnhof Marienplatz wie leergefegt. "Derzeit kein U-Bahnbetrieb" steht auf der Anzeigetafel. Für den angekündigten Streik am Mittwoch wird ein ähnliches Bild erwartet. © Ben Sagmeister

Eine Woche ist es her, dass an Haltestellen und Bahnsteigen der Stadt Chaos herrschte. Nun ruft die Gewerkschaft Verdi für den kommenden Mittwoch erneut zu einem ganztägigen Streik im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) auf. Das bedeutet: U-Bahnen, Trambahnen und einige Buslinien werden wieder stillstehen.

Es handelt sich um den zweiten Warnstreik in Bayern in der laufenden Tarifrunde, nachdem bereits am vergangenen Montag Arbeitsniederlegungen stattgefunden hatten (AZ berichtete). S-Bahnen sowie Buslinien, die von privaten Unternehmen betrieben werden, sollen nicht betroffen sein und voraussichtlich regulär verkehren.

Neue Streiks: wohl ähnliche Situation wie letzte Woche

Für Münchner dürfte sich damit eine Situation ergeben wie am 2. Februar. Der U-Bahn-Verkehr kam fast vollständig zum Erliegen, Zugänge zu den Stationen waren teilweise gesperrt. Auch die Trambahnen fuhren – mit Ausnahme der Linie 20 – nicht. Immerhin gelang es der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG), sämtliche Buslinien zumindest in stark reduziertem Umfang aufrechtzuerhalten.

Bei dem Streik am vergangenen Montag fuhren keine U-Bahnen.
Bei dem Streik am vergangenen Montag fuhren keine U-Bahnen. © IMAGO/Wolfgang Maria Weber

Der Ablauf werde im Großen und Ganzen so sein wie vergangenen Montag, kündigt auch Haris Softic von Verdi München, im Gespräch mit der AZ, an. Es werde noch einen zusätzlichen Streikposten im Gewerkschaftshaus in der Neumarkter Straße geben.

Mit den Streiks wolle man Bewegung in die Tarifverhandlungen bringen, teilte Verdi mit. Dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) fehle jedoch die notwendige Kompromissbereitschaft. „Ein positives Signal seitens der Arbeitgeber hätte den zweiten Streiktag verhindert“, sagte der stellvertretende Landesbezirksleiter für Bayern, Sinan Öztürk. Der Arbeitgeberverband kritisiert hingegen die „hohen Forderungen“ der Gewerkschaft.

Wie bereits in der vergangenen Woche dürften viele Münchnerinnen und Münchner auf das Auto ausweichen. Der ADAC Südbayern rechnet daher mit einem deutlich höheren Verkehrsaufkommen sowie mit spürbaren Verzögerungen, insbesondere im Berufsverkehr.

Eine Untersuchung am Streiktag am 2. Februar zeigte, dass es im Vergleich zu sonstigen Montagen zu deutlich mehr Staus kam. Besonders betroffen waren laut ADAC die Autobahnen A99, A8 und A9 sowie der Mittlere Ring.

Einschränkungen auch für Fußballfans

Zum Pokalspiel in der Allianz Arena zu kommen dürfte am Mittwoch deutlich schwieriger werden.
Zum Pokalspiel in der Allianz Arena zu kommen dürfte am Mittwoch deutlich schwieriger werden. © imago sportfotodienst

Neben dem Pendlerverkehr müssen sich auch Fußballfans auf Einschränkungen einstellen. Am Abend empfängt der FC Bayern München im heimischen Stadion RB Leipzig zum DFB-Pokalspiel. Da die Anreise mit Bus und U-Bahn wohl entfällt, rechnet der ADAC sowohl bei der Hin- als auch bei der Rückfahrt zur Allianz Arena mit erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Die Situation durch das Pokalspiel verschärfe die Situation natürlich, sagt Haris Softic. Die Reaktionen der Schickeria – der Ultra-Gruppierung des FC Bayern – auf den Streik, seien aber durchweg positiv gewesen.

"Es ist durchaus möglich, dass der Arbeitgeber genug Personal für die U6-Linie zusammenbekommt", sagt Softic. Die Linie ist  zentral für Fans, um die Allianz Arena anzusteuern. Für das Ziel in den Verhandlungen sei es aber wünschenswert, wenn wirklich alles still steht, so der Gewerkschafter. 

Auch die Verkehrsbetriebe in Nürnberg sollen am Mittwoch bestreikt werden, teilte Verdi mit. Am 13. Februar werden die Tarifverhandlungen mit den Kommunalen Arbeitgeberverbänden fortgesetzt.

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  • Da Ding vor einer Minute / Bewertung:

    Warum echauffieren sich hier die „Verkehrsexperten“ so über Gewerkschaften?
    Es kann ihnen doch völlig egal sein.
    Laut eigener Berichte fahren diese quasi ausschließlich mit ihrem Auto in der Gegend rum.

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  • Peterauslaim vor einer Stunde / Bewertung:

    Ver.di und GdL kriminelle Vereinigungen?
    Erpressung ist kriminell.

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  • Michl 01 vor einer Stunde / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Peterauslaim

    So kann/muß man das nennen
    Verdi die Totengräber der Wirtschaft

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